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Bezirksausschuss: Großenederer Weg soll 2019 saniert werden

Bald Kreisverkehr im Lütkefeld

Warburg (WB). Die Stadt Warburg plant, im Jahr 2019 den Großenederer Weg zu sanieren und im Industriegebiet Lütkefeld einen Kreisverkehr einzurichten. Entsprechende Pläne, die vom Planungsbüro Frank Laudage vorgestellt wurden, hat der Bezirksausschuss Warburg am Dienstagabend zustimmend zur Kenntnis genommen.

Ralf Benner

Der Großenederer Weg, hier der Blick von oben in Richtung des Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Profitweg/Großenederer Weg/Seichenbrunnen, befindet sich in einem desolaten Zustand. Die Gemeindestraße soll umfassend saniert werden. Foto: Ralf Benner

Großenederer Weg

Vorgesehen ist konkret, das marode Teilstück des Großenederer Weges vom Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Profitweg/Großenederer Weg/Seichenbrunnen bis kurz vor dem Knotenpunkt Bahnunterführung zum Industriegebiet Oberer Hilgenstock auf einer Länge von 550 Metern umfassend zu sanieren und auszubauen.

»In diesem Bereich ist die Straßenoberfläche als Folge des starken Durchgangsverkehrs in einem desolaten, sanierungsbedürftigen Zustand«, stellte Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln fest. Hierdurch werde die erforderliche Sanierung der verkehrswichtigen, innerstädtischen Straßen in diesem Stadtteil konsequent weitergeführt beziehungsweise vervollständigt, führte Stickeln aus. Das Stadtoberhaupt verwies in diesem Zusammenhang auf die erfolgte Einrichtung des Kreisverkehrs auf dem Profit, den Ausbau der Papenheimer Straße als Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Kreis Höxter sowie den Ausbau des Seichenbrunnens. Diese Maßnahmen seien mit Zuwendungen des Landes NRW aus dem Förderbereich Kommunaler Straßenbau gefördert und realisiert worden.

Die detaillierten Pläne zur Sanierung des Teilstücks des Gro­ßenederer Weges stellte das Planungsbüro Frank Laudage den Ausschussmitgliedern vor. Demnach soll der vorhandene Gehweg in einer Breite von 1,50 Metern grundhaft ausgebaut werden. Die 5,50 Meter breite Fahrbahn werde eine neue Deckschicht aus Asphalt erhalten und von einem Flachbordstein flankiert werden. In den Kreuzungsbereichen Breslauer Straße und Danziger Straße soll zudem ein Übergang für Fußgänger geschaffen werden. Um das Tempo der Fahrzeuge zu drosseln, soll in dem Abschnitt zwischen den beiden Kreuzungsbereichen eine Mittelinsel realisiert werden.

Die Umsetzung der Maßnahme soll 700.000 Euro kosten. Zur Kofinanzierung werde die Stadt einen Antrag auf Zuwendung aus Mitteln des Kommunalen Straßenbaus bei der Bezirksregierung Detmold stellen, kündigte Bürgermeister Michael Stickeln in der Sitzung an. Die beantragte Förderhöhe liege bei etwa 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Kreisverkehr im Lütkefeld

Im Industriegebiet Lütkefeld beabsichtigt die Stadt Warburg, einen Kreisverkehr im Kreuzungsbereich der innerörtlichen Straßen Industriestraße/Speckgraben/Lütkefeld einzurichten. Die alte, sanierungsbedürftige Kreuzung aus den 1970er-Jahren entspreche nicht mehr den aktuellen Anforderungen an einen Hauptkreuzungspunkt. »Die immer größer werdende Verkehrsbelastung, insbesondere zu den Stoßzeiten der dort ansässigen Industrie- und Handelsbetriebe, führen zu erheblichen Behinderungen«, erläuterte Bürgermeister Michael Stickeln.

In diesem Bereich komme es auch vermehrt zu Gefährdungen von Fußgängern und Radfahrern, führte Stickeln aus: »Bisher ist es für diese Verkehrsteilnehmer nicht möglich, diesen Knotenpunkt gefahrlos zu überqueren.« Im Zuge des Bauvorhabens sind nach Angaben des Planungsbüros Frank Laudage daher zwei Fußgängerüberwege im Bereich Industriestraße/Speckgraben geplant, die in Verbindung mit einem kombinierten Fuß- und Radweg am Kreisel für mehr Sicherheit sorgen sollen. Der Kreisel selbst werde einen Durchmesser von 28 Metern, die Mittelinsel einen von acht Metern haben.

Um die Kosten – das Planungsbüro rechnet mit etwa 500.000 Euro – möglichst gering zu halten, werde die Breite der vorhandenen Fahrbahn (7,50 Meter) beibehalten und auf Fahrbahnteiler verzichtet. Auch diese Maßnahme, die 2019/2020 realisiert werden könnte, soll zu 65 Prozent aus Mitteln des Kommunalen Straßenbaus finanziert werden.

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