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Musik aus sächsischen Schlosskirchen in der St.-Marien-Kirche

Barockmusik beschließt den Warburger Orgelherbst

Warburg

Zum Abschluss des 22. Warburger Orgelherbstes ist ein Konzert für Barockoboe und Orgel mit dem Ensemble Concert Royal aus Köln (Karla Schröter/Willi Kronenberg) am Sonntag, 20. November, um 17 Uhr in der St.-Marien-Kirche in der Warburger Altstadt zu hören.

Willi Kronenberg und Karla Schröter treten am Sonntag, 20. November, um 17 Uhr in der St. Marien Kirche in der Warburger Altstadt auf. Foto: Karolina Plachetko

Das Ensemble legt einen Schwerpunkt auf die Interpretation französischer Barockmusik und arbeitet mit barockem und klassischem Instrumentarium des 18. Jahrhunderts.  

Karla Schröter, die Leiterin von Concert  Royal, studierte zunächst Orgel und Cembalo in Freiburg, Stuttgart und Amsterdam. Danach legte sie ihren Schwerpunkt auf das Spiel historischer Oboen-Instrumente. Zu ihren Lehrern zählen unter anderem Paul Dombrecht und Marcel Ponseele. Mit ihrem Ensemble führt sie eine umfangreiche Konzerttätigkeit in Kammermusik- und Orchesterformationen in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland durch.

Willi Kronenberg machte das Konzertexamen in den Fächern Orgel und Cembalo. Er wurde von namhaften Lehrern wie Ludger Lohmann (Stuttgart), Ewald Kooiman (Amsterdam) und Robert Hill (Freiburg) ausgebildet. Nach mehreren 1. Preisen bei internationalen Orgelwettbewerben entwickelte er neben seinem solistischen Spiel auch ein starkes Interesse an der Kammermusik. Konzertreisen führten ihn in zahlreiche Länder Europas und nach Nord- und Südamerika.

Internationale Auszeichnungen

In dieser Besetzung von Concert Royal Köln, Echo-Klassik-Preisträger 2015, fanden inzwischen weit mehr als 100 Konzerte an historischen Orgeln des 17. bis 19. Jahrhunderts statt, denen Kronenbergs besonderes Interesse gilt. Die Gruppe erhielt internationale Auszeichnungen und veröffentliche zahlreiche CDs.

Werke aus der Zeit zwischen Barock und Klassik stehen auf dem Programm des Konzertes in St. Marien. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich eine spezielle Gattung des instrumentalen Zusammenspiels in der Kirchenmusik: Es entstanden Werke für ein Blasinstrument und obligate Orgel. Geografisches Zentrum dieser Gattung war das Fürstentum Sachsen sowie Thüringen. Sie entwickelte sich fast ausschließlich im Schüler- und Enkelschülerkreis Johann Sebastian Bachs, wobei von Bach selbst kein Werk dieser Gattung mit Sicherheit überliefert ist.

Besinnliche Musik am Totensonntag

Aufgeführt werden am kommenden Sonntag Werke von Johann Ludwig Krebs, Johann Sebastian Bach, Johann Wilhelm Hertel, Gottfried August Homilius, Christoph Förster, Johann Christian Kittel und Christian Gotthilf Tag. Zu diesem Konzert mit besinnlicher Musik am Totensonntag lädt der Pastorale Raum Warburg als Veranstalter ein.

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