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Machbarkeitsanalyse der Stadtwerke zum Ausbau der Elektro-Infrastruktur in Warburg wird vorgestellt

Beim Laden zählt in Zukunft Tempo

Warburg

Wer mehr E-Autos in der Stadt haben will, der benötigt auch ein entsprechendes Netz an Ladestationen. Wie das aussehen könnte, haben die Warburger Stadtwerke jetzt in einer Machbarkeitsanalyse zusammengefasst.

Jürgen Vahle

Am Warburger Schützenplatz steht eine von drei Standard-E-Ladesäulen in Warburg. Die Stadtwerke glauben, dass in Zukunft eher Schnellladeplätze gefragt sind. Foto: Jürgen Vahle

Sie wird am Dienstag, 23. März, um 17 Uhr im neuen Ausschuss für Mobilität erstmals vorgestellt. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 17 Uhr in der Stadthalle.

Derzeit gibt es in Warburg eine Ladestation am Schützenplatz und eine am Neustadtmarkt. An beiden Säulen können je zwei Autos gleichzeitig Energie tanken. Außerdem hat zuletzt die Firma Ortwein eine private Ladesäule an ihrem Blumengeschäft an der Bahnhofstraße freigegeben.

Alle diese fünf Ladepunkte sind so genannte Standard-Ladesäulen, an denen die Autos mehrere Stunden stehen müssen, um vollständig aufgeladen zu werden.

Beim Aufbau einer zukünftigen Ladeinfrastruktur gehen die Stadtwerke aber davon aus, dass es vor allem einen Bedarf an so genannten Schnellladesäulen geben wird, an denen E-Fahrzeuge in 15 bis 30 Minuten geladen werden können.

„E-Autos werden derzeit vor allem von Eigenheimbesitzern angeschafft und auf Kurzstrecken eingesetzt. Daher erfolgt ein Laden bevorzugt im privaten Bereich“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für den Ausschuss.

Öffentliche Ladesäulen wie am Schützenplatz oder am Neustadtmarkt würden vor allem von Reisenden genutzt, die zu geschäftlichen oder privaten Zwecken in der Stadt seien.

Doch gerade diese Zielgruppe setze eher auf so genannte Schnellsäulen, an denen das Auto in einer Kaffeepause aufgeladen werden könnten. Diese Entwicklung spüren die Stadtwerke auch beim Stromabsatz an den bereits vorhandenen Säulen. Seit sie kostenpflichtig sind, nehme die Nutzung deutlich ab, weil E-Auto-Nutzer ihr Fahrzeug lieber zu Hause einstecken, wo es womöglich durch die gleichzeitige Nutzung einer Photovoltaikanlage noch günstiger sei.

Die Stadtwerke empfehlen der Kommunalpolitik daher, in Zukunft mehr solcher Schnellladesäulen bauen zu lassen, die zwar für die Nutzer etwas teurer seien, aber besser genutzt würden.

Diese Schnellladepunkte können allerdings nicht überall errichtet werden, weil dazu bestimmte Anforderungen an das Stromnetz in der Erde erfüllt sein müssen, machen die Stadtwerke in ihrem Konzept deutlich.

Standard-Säulen seien nach dem Konzept eher an Standorten sinnvoll, an denen Fahrzeuge ohnehin mehrere Stunden geparkt würden.

Prioritätenliste

Die Stadtwerke haben nun eine Prioritätenliste erstellt, an welchen Standorten welche Art von Ladestation sinnvoll wären. Gebaut werden könnten sie natürlich nicht nur von kommunalen Energieversorgern, sondern auch von Firmen oder Privatleuten, die in diesem Bereich investieren wollten. Einige potenzielle Investoren hätten bereits ihr Interesse bekundet.

Für Schnellladestationen schlagen die Stadtwerke folgende Standorte mit der Priorität 1 vor:

- am Heizwerk zwischen Stadthalle und Schulzen­trum – der Standort liege nah an der Innenstadt und nahe an der Infrastruktur wie Hotel, Stadthalle, Schwimmbad;

- am Schützenplatz/Einfahrt Paderborner Tor – der Standort sei gut erreichbar und gut sichtbar und liege zudem nahe an der Innenstadt.

Für Standardsäulen sehen die Stadtwerke folgende Standorte als besonders geeignet an:

- am Bahnhofsvorplatz – dort könnten sie mit geringem Aufwand installiert werden;

- am Göringsgraben nahe der Parkplätze – wenn nach der Sanierung in 2021 dort auch stärkere Leitungen verlegt seien;

- am Gebrüder-Warburg-Platz – dort sei der Bau bei guter Frequentierung mit geringem Aufwand möglich;

- an der Verwaltungsnebenstelle in Scherfede – auch dort sei der Aufwand gering und die Nutzungsmöglichkeiten hoch;

- am Parkplatz westlich hinter dem Café Varlemann – diese Säulen stünden Besuchern des Hammerbachtals zur Verfügung;

- am Marktplatz in Scherfede an der B7 – für diesen Standort liegt eine Anfrage eines Privatinvestors vor.

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