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Warburger Bauhof ist auf den Wetterwechsel zum Fest gut vorbereitet

Bereit für die Island-Kälte

Warburg

Pünktlich zu Weihnachten kommt die Island-Peitsche. Kalte Luft soll in der Nacht zum 1. Weihnachtstag die Temperaturen in Deutschland um bis zu zehn Grad in den Keller gehen lassen.

Jürgen Vahle

Startklar für den Winterdienst: Klaus Lüdeke, Vorarbeiter am Warburger Bauhof, befüllt die Streufahrzeuge mit Salz. Foto: Jürgen Vahle

Schnee könnte es bis in die Tallagen geben. Für Sauerland, Siegerland und Eifel sind die Wetterexperten relativ sicher, dass Schnee fällt.

Es gibt schlechtere Wetteraussichten als die für diese Corona-Weihnachten. Eine Chance auf ein bisschen weiße Pracht zum Fest bleibt – und die Mitarbeiter des Warburger Bauhofes bereiten sich für den Feiertagseinsatz vor.

„Eine Kollege hat ohnehin Bereitschaft. Und wenn es stark schneien sollte, kommen die anderen dazu“, berichtet Bauhofleiter Jürgen Thonemann.

Die Salzlager sind jedenfalls gefüllt: 250 Tonnen Streusalz hat der Warburger Bauhof in seinen Silos liegen, 50 Tonnen sind in Säcke verpackt.

Das reicht erst einmal eine Zeit lang. Im vergangenen Winter 2019/2020 sind auf den städtischen Straßen und Plätzen 127 Tonnen verstreut worden. Solle es wieder so mild werden, reichen die Vorräte aus.

Die härtesten Winter der vergangenen Jahre gab es übrigens 2009/2010, im dem 590 Tonnen Salz verbraucht wurden. 2012/2013 gingen sogar 600 Tonnen durch.

Das Kommunalunternehmen Warburg, zu dem der Bauhof gehört, weist in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die Räum- und Streupflicht der Bürger hin. Die Gebühr, die für den Winterdienst zu zahlen ist, deckt die Gehwege vor den Häusern nämlich nicht ab – nur die Straße.

Daher muss jeder Grundstückseigentümer bei Schnee selber zur Schippe greifen oder jemanden damit beauftragen, der die Wege in einer Breite von 1,50 Metern freiräumt. Eigentum verpflichte eben.

Geräumt werden muss Schnee, der auf den Gehwegen liegen bleibt. Bei Glatteis muss möglichst mit abstumpfenden Mitteln (Sand, Splitt) das gefahrlose Begehen des Gehweges gewährleistet werden. „Die Verwendung von Streusalz sollte möglichst vermieden werden“, macht Jürgen Thonemann deutlich.

In der Warburger Innenstadt ist es sogar verboten, um das Natursteinpflaster zu schonen. Dort kommen Blähton, Blähschiefer, Bims oder Lava zum Einsatz.

Schnee- und Eisglätte müssen von Privatleuten in der Zeit von 7 bis 20 Uhr beseitigt werden, allerdings erst nach Beendigung des Schneefalls oder nach Entstehen der Glätte. Dann aber möglichst unverzüglich. Schneit es nachts, ist werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr zu räumen, sagt das KUW.

Mannstark ist natürlich im Falle eines Falles auch der Bauhof unterwegs. Sieben Fahrzeuge und zwei Privatfirmen stehen nur für die städtischen Straßen, Wege und Plätze bereit.

Überall gleichzeitig sein, können die Bauhofmitarbeiter natürlich auch nicht. „Der Winterdienst hat insbesondere bei starken Schneefällen oder Extremwetterlagen wie Blitzeis seine Grenzen“, weiß Bauhofleiter Jürgen Thonemann aus Erfahrung.

Daher gibt es in Warburg einen „differenzierten Winterdienst“, bei dem verkehrswichtige und gefährliche Stellen geräumt werden, bei denen eine Streupflicht besteht.

„Dazu wurde in enger Abstimmung mit den Bezirksverwaltungsstellenleitern und Ortsvorstehern für jeden Ortsteil eine Prioritätenliste erstellt“, berichtet Jürgen Thonemann. Bei Glatteis, Eis- oder Schneeglätte werden jedoch nach wie vor alle Straßen gestreut, ebenso bei großen Schneemengen.

Große Schneemengen sind zwar lange nicht in Sicht, aber kommen sie, könne es manchmal dazu kommen, dass auch Grundstückseinfahrten zugeschoben werden. „Das ist kein böser Wille, aber der Schnee kann vom Räumfahrzeug ja nicht mitgenommen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis“, sagt Jürgen Thonemann.

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