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„Im Herbst durch die Heimat“: Warburg ist idealer Ausgangspunkt für Touren jeder Art

Besonders reich an Radwegen

Warburg (WB). Wer das Diemeltal und die angrenzende Region mit dem Fahrrad erkunden möchte, für den ist die Hansestadt Warburg der ideale Ausgangspunkt. Denn Warburg liegt im Dreiländereck von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Das ist natürlich ein Tipp für unsere Serie „Im Herbst durch die Heimat“.

Tanja Sauerland

Wer Warburg als Ausgangspunkt für eine Radtour durch den Herbst nehmen will, dem wird viel geboten. Von dort aus stehen Freizeitsportlern und Aktivurlaubern 51 Radrouten zur Verfügung – 38 Radtouren, sieben Mountainbike-Touren und sechs Rennradtouren. Foto: Tanja Sauerland

Insgesamt 51 Radrouten stehen Freizeitsportlern und Aktivurlaubern von Warburg aus zur Verfügung. Genauer formuliert: 38 Radtouren, sieben Mountainbike-Touren und sechs Rennradtouren laden dazu ein, in die Pedale zu treten.

Los geht es zum Beispiel auf dem Warburger Altstadtmarktplatz – mit dem Ziel Trendelburg. Die Strecke ist 25 Kilometer lang und führt überwiegend flach hinter dem Desenberg entlang unter anderem durch die Orte Haueda, Liebenau und Lamerden.

Auszeit entlang der Diemel

Angekommen auf dem Hofgut Stammen lädt die Gaststätte Huckebein mit ihrem urigen Ambiente und einer deftigen Küche und nicht zuletzt dem hofeigenen Bier zu einer Verschnaufpause ein. Im Sommer kann man sogar den Kanuten zuschauen. Eine herrliche Auszeit auf dem Rennrad entlang der Diemel.

Zur Serie

Inmitten der Corona-Krise entdecken viele Menschen ihre Heimat neu. In unserer Serie „Im Herbst durch die Heimat“ stellen die Mitarbeiter des WESTFALEN-BLATTES in Warburg daher Ausflugstipps in der Region vor.

Viel Spaß beim Lesen und natürlich beim Nacherleben!

Apropos Diemel: Ein absolutes Muss für Radfahrer ist der Diemelradweg. Besonders für Familien. Denn die Strecke verläuft, bis auf wenige Ausnahmen, auf verkehrsarmen Straßen und Wegen. In drei Tages-Etappen können Biker den Flussverlauf der Diemel begleiten – von ihrem Ursprung in Willingen-Usseln bis zu ihrer Mündung in Bad Karlshafen. Warburg ist der Mittelpunkt der Diemel-Radtour.

Der Radfernweg ist gut ausgebaut und leicht zu befahren. Er führt durch vielfältige Naturlandschaften von den Höhen des Waldecker Umlandes über den Naturpark Diemelsee durch sanft hügelige Mittelgebirgslandschaften bis hin zur Weser. Freundliche Fachwerkdörfer und schmucke Städtchen mit Geschichte und Erlebnisangeboten warten am Wegesrand.

Bis ins barocke Bad Karlshafen

Das Genussradeln auf dem Diemelradweg sieht so aus: Schon kurz nach dem Start an der Diemelquelle gibt es einen ersten Zwischenstopp: Das Milch-Mu(h)seum in Willingen-Usseln. Nach einer erfrischenden Badeeinheit im Diemelsee gestattet das Besucherbergwerk Kilianstollen in Marsberg einen Einblick in die Geschichte des Kupferabbaus.

In der Hansestadt Warburg kann man durch die Straße „Schwerte“ schlendern. Sie ist eine der ältesten Straßen der Warburger Altstadt, gesäumt von zahlreichen Fachwerkhäusern. Im Mittelalter nahmen Reisende diesen Weg, um zur Diemelfurt und von dort weiter Richtung Hessen zu gelangen.

Weiter geht es auf dem Diemelradweg nach Nordhessen. Nach dem Passieren des beeindruckenden Viaduktes bei Liebenau führt der Radfernweg durch die typische Kalk-Magerrasen-Landschaft des Diemeltals, vorbei am mittelalterlichen Trendelburg, weiter auf der Trasse der ehemaligen Carlsbahn bis in die barocke Hugenottenstadt Bad Karlshafen, wo die Diemel nach 111 Kilometern in die Weser mündet. Das historische Hafenbecken und die Wesertherme laden dort zum Entspannen ein.

Durchgängig ausgeschildert

Der Diemelradweg ist für trainierte und sportliche Radfahrer an einem Tag zu schaffen. Wenn man sich allerdings für die Sehenswürdigkeiten entlang der Route Zeit nehmen will, plant man besser mit drei Tagen. Radler fahren die gesamte Zeit bequem und ohne große Steigungen. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Fahrtrichtung.

Der Diemelradweg startet zwar in bergigem Gelände, bleibt jedoch von Anfang bis Ende familienfreundlich flach. Der Diemelradweg ist durchgängig ausgeschildert und mit dem markanten Ammoniten (Schneckenhaus-Symbol) gekennzeichnet – grün auf weißem Grund.

Auch Mountainbiker kommen in und um Warburg voll auf ihre Kosten. Eine schöne Über-Stock-und-Stein-Tour beginnt an der Schutzhütte am Warburger Freibadberg. Von dort aus geht es über den oberen Trimmpfad zur Diemelhütte, weiter Richtung Germete, vor der Diemelbrücke geht es rechts in die Rottheimer Straße.

Unterwegs auf dem Löwenweg

Der Weg liegt unterhalb des Ossendorfer Heinturms. Von dort aus kann man sehr gut in das Diemeltal schauen. An schönen Tagen sieht man auch die Segelflieger starten und landen. Wer möchte, kann auch noch einen Abstecher zum Heinturm machen. Von dort aus hat man eine gute Rundumsicht.

Weiter geht es auf der Radroute in Richtung Kliftmühle bei Ossendorf, über die Diemelbrücke und durch die Feldmark zum Quast. Zur Belohnung gibt es eine superschöne Aussicht auf die Warburger Börde und bei gutem Wetter sogar bis ins Sauerland.

Der Rückweg folgt durch den Wald bei Laubach und Welda. Wer möchte, kann dort noch ein paar Höhenmeter sammeln: Hinter dem alten Bahnhof führt der Radweg an der Weldaer Schutzhütte vorbei. Oben angekommen geht es dann links weiter auf dem hessischen Fernwanderweg X2, genannt Löwenweg, zurück nach Warburg. Der Name steht für den Löwen des Landeswappens von Hessen.

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