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Lütkemeyers präsentieren Konzept mit Außengastronomie und Holzbau am Info-Center

Café und Second-Hand-Laden am Markt

Warburg (WB). Tatjana und Hans-Stefan Lütkemeyer wollen in den Räumen von Wilke Moden , das Ende März schließt, ein gas­tronomisches Konzept mit Second-Hand-Laden und einem Café umsetzen. Eine Außengastronomie soll es auch geben. Entsprechende Pläne haben die Betreiber des Musikcafés „Zur Tenne“ am Donnerstagabend in einer öffentlichen Versammlung vorgestellt.

Ralf Benner

Tatjana und Hans-Stefan Lütkemeyer wollen in den Räumen von Wilke Moden ein Konzept mit Second-Hand-Laden und Café sowie Außengastronomie auf dem Neustadt-Marktplatz umsetzen. Heike Ritgen (Mitte) verpachtet ihnen das Ladenlokal. Foto: Ralf Benner

Café heißt „Zur alten Hanse“

„Zur alten Hanse“ soll das neue Café heißen und bereits am 1. April eröffnet werden. Den Zuschlag als Pächter des 650 Quadratmeter großen Ladenlokals im Erdgeschoss zuzüglich Sozial- und Lagerräumen im Keller (etwa 100 Quadratmeter) haben sie erst am Donnerstag von den Eigentümern, Mathias und Heike Ritgen, erhalten. Es habe auch weitere Interessenten für das Objekt gegeben.

An einer Außengastronomie auf dem Neustadt-Marktplatz wollen die Lütkemeyers weiterhin festhalten. Dazu sei auch eine Bebauung des Platzes erforderlich. „Eine Bewirtschaftung über die Straße ist nach Auskunft des Ordnungsamtes gesetzlich nicht möglich. Auch hygienerechtliche Vorschriften sprechen dagegen, wie uns der Kreis Höxter mitteilte“, erklärt Tatjana Lütkemeyer.

Holzbau im Schatten des Info-Centers

Sie beabsichtigen nun, zur Bewirtung der Gäste auf dem Platz einen etwa sieben Quadratmeter großen Holzbau im Fachwerkstil im Schatten des Info-Centers zu errichten, der zwischen Hauptstraße und Info-Gebäude entstehen soll. Dieser könne auch wieder abgebaut werden. Tische und Stühle für die Gäste sollen in den Sommermonaten auf der ebenen Fläche direkt vor dem Eingangsbereich des Info-Centers aufgestellt werden. „Wir hoffen sehr, dass unsere Pläne bei den Warburgern Zuspruch finden“, sagen die Lütkemeyers. Noch seien viele Detailfragen zur Umsetzung nicht geklärt.  „Wir sind allen für Anregungen und Ideen dankbar.“

Im eigentlichen Ladenlokal, wo sich zur Zeit noch Wilke Moden befindet, soll im vorderen Bereich, rechts vom Eingang, ein 130 Qua­dratmeter großes Café entstehen. Es werde voraussichtlich mehr als 30 Gästen Platz bieten können. Dort sollen Kaffee, Kuchen und Mittagsbüffet angeboten werden.

Gekocht wird zunächst in der „Tenne“

„Zubereitet werden die Speisen in der Anfangsphase noch in der Küche unseres Musikcafés ‚Zur Tenne‘ und dann angeliefert“, erläutert Tatjana Lütkemeyer. Eine mit Warburg-Motiven zur Hansegeschichte versehene Tapete soll das Café schmücken und auf den Namen „Zur alten Hanse“ verweisen.

Ihr schwebt ein „Warenhaus mit Bewirtung“ vor, denn in den übrigen Räumlichkeiten des Erdgeschosses soll ein Second-Hand-Laden nach schwedischem Vorbild entstehen – „ganz nachhaltig“. Dort würden gebrauchte Waren angeboten, beispielsweise Möbel, Geschirr, Kleidung, Elektroartikel oder Sportgeräte. Selbst die Einrichtungsgegenstände und die Möbel des Cafés sollen die Gäste käuflich erwerben können.

Geld für einen inklusiven Aspekt

Die dort zum Verkauf angebotenen Waren könnten Interessierte zuvor spenden oder stammten beispielsweise aus Haushaltsauflösungen. „Dafür gibt es dann von uns als Gegenleistung Gutscheine für Kaffee, Kuchen oder das Mittagsbüffet in unserem Café“, sagt Tatjana Lütkemeyer. Ein Teil des Verkaufserlöses soll einem inklusiven Aspekt zugute kommen.

„Wir wollen damit in unserem Café Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen schaffen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, etwa für Jugendliche, die geistig beeinträchtigt sind“, sagt die Gastronomin. Auch Rentner könnten so etwa wieder eine Anstellung finden. Zurzeit sind die Lütkemeyers noch auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern.

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