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Antrag zur Verbesserung der Mobilität an den Rat – Auch Bahnhaltepunkt in Warburg-Bonenburg soll geprüft werden

CDU fordert Schnellbus nach Höxter

Warburg

Die Warburger CDU-Fraktion will zwei Mobilitätsprojekte „auf die Schiene“ setzen. Sie will in einer der kommenden Ratssitzungen Warburgs Bürgermeister Tobias Scherf bitten, entsprechende Gespräche zu führen.

Jürgen Vahle

In Warburg-Bonenburg möchte die CDU-Fraktion einen Bahnhaltepunkt nach Warburg-Scherfeder Vorbild reaktivieren. Foto: Jürgen Vahle

Konkret fordern die Warburger Christdemokraten eine Schnellbusverbindung nach Höxter. Außerdem soll die Verwaltung ausloten, ob die Einrichtung eines Bahnhaltepunktes an der Bahnstrecke Warburg – Altenbeken in Warburg-Bonenburg möglich ist. Beide Projekte hatte sich die Warburger CDU im Wahlkampf zum Ziel gemacht – und will jetzt alles tun, um sie umzusetzen.

CDU-Fraktionschef Hubertus Kuhaupt macht deutlich, dass es schon gute und direkte Bus- und Bahn-Verbindung von Warburg und Warburg-Scherfede nach Paderborn und Kassel gebe, die auch von Berufspendlern, Schülern und Studenten als wichtiger Standortfaktor angesehen würden. Die Schnellbusverbindung (S85/S86) fahre beispielsweise regelmäßig nach Paderborn. Das Oberzentrum Kassel sei durch den SPNV (Schienenverkehr) gut angebunden.

Erhebliche Probleme gebe es aber, die eigene Kreisstadt Höxter mit Bus und Bahn zu erreichen. „Das ist nur unter erheblichen Schwierigkeiten und mit großem Zeitaufwand erreichbar“, macht Hubertus Kuhaupt in seinem Antrag an den Warburger Rat deutlich.

Die gute Erreichbarkeit der zentralen Orte im Kreis Höxter mit der Kreisstadt und den dort ansässigen Ämtern, Behörden, dem Weltkulturerbe Kloster Corvey und weiteren touristische Zielen sei aber ein wichtiger Schritt, um ein flächendeckendes ÖPNV-Netz zu etablieren und die Akzeptanz für den ÖPNV zu erhöhen. „Seit einigen Jahren fordert die CDU bereits die Einrichtung einer Schnellbuslinie in die Kreisstadt Höxter. Realisiert werden konnte sie bislang nicht“, bedauert Hubertus Kuhaupt. Jetzt soll ein neuer Versuch gestartet werden.

Die Chancen für das Projekt sind offenbar auch nicht so schlecht: Der Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (NPH) hatte die Einrichtung einer solchen Schnellbuslinien ebenfalls vorgeschlagen. Finanziert werden soll das neue Angebot mit Geldern des Landes NRW. Auch ein Starttermin der Schnellbusse war vor Corona bereits ins Auge gefasst worden: August 2021.

Die Einrichtung eines Bahnhaltepunktes in Bonenburg hatte die CDU ebenfalls als ein Ziel im Wahlkampf formuliert. Ein dichteres Haltestellennetz an den infrage kommenden Bahnstrecken, wie es für die Regionalbahn 89 in den Kreisen Lippstadt und Soest bereits heute vorhanden ist, „könnte im westlichen Stadtgebiet und den angrenzenden Ortschaften zu einer stärkeren Frequentierung der Bahn auf dieser Strecke führen, würde den Individualverkehr (Berufspendler nach Paderborn und Kassel) reduzieren und die Attraktivität und Akzeptanz der Schiene deutlich erhöhen“, ist sich Hubertus Kuhaupt sicher. Die baulichen Voraussetzungen für einen Haltepunkt müssten in Bonenburg geschaffen und der Halt in den Fahrplan eingearbeitet werden.

Das westliche Warburger Stadtgebiet liegt an der Bahnstrecke Warburg – Hagen und Kassel – Warburg –Paderborn – Hamm. In Rimbeck besteht bereits am Bahnhaltepunkt Scherfede die Möglichkeit der Nutzung des Regional-Express (RE) 17 auf der Strecke Warburg –Hagen. Eine Anbindung an die Bahnstrecke Kassel –Warburg – Altenbeken – Paderborn, die unter anderem durch Bonenburg führt, gab es in der Vergangenheit in Bonenburg bereits. Im Schienenverkehr pendeln auf dieser Strecke in regelmäßiger Takt auch der RE11 Kassel – Düsseldorf und die Regionalbahn (RB) 89 Warburg – Münster.

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