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Defekter Tank könnte die Ursache für Umweltverschmutzung in Warburg sein

Der Ölquelle auf der Spur

Warburg (WB/vah). Die Ursache für die Verschmutzung des Siekbachs und der Diemel mit Öl in den vergangenen Wochen ist wömöglich gefunden. Ein undichter Öltank in einem Gebäude am Bahnhof könnte die Ursache sein. Das hat Ordnungsamtsleiter Andreas Scholle auf Anfrage bestätigt.

Mit Ölsperren hat die Feuerwehr zuletzt immer wieder versucht, die Umweltverschmutzung einzudämmen. Foto:

In dem Haus, das nach wie vor von der Bahn genutzt wird (unter anderem als Aufenthaltsraum für Zugbegleiter) sei die Verschraubung der Öltanks undicht gewesen. Dort sei Öl in größeren Mengen ausgelaufen. Vor Ort wurde es zunächst mit Bindemittel aufgenommen. Möglicherweise sei es aber von dort aus auch über einen Kanal in den Siekbach und die Diemel gelangt. Das werde derzeit gemeinsam mit der Bahn untersucht, die den Schaden an der Anlage bereits behoben habe und über eine komplette Erneuerung der Heizung nachdenke, berichtet das Ordnungsamt.

Zeitliche Nähe

Aufgrund der zeitlichen Nähe zwischen dem Defekt an der Heizung und dem Auftreten des Ölfilms auf den Gewässern in der Altstadt gehe man davon aus, dass die Ursache gefunden sei, sagt Scholle. Gänzlich sicher sei man aber nicht. Da es bei dem jüngsten Starkregen aber kein weiteres Öl auf den Wasser gegeben habe, sei die Stadt zuversichtlich.

Der stinkende Ölfilm auf Siekbach und Diemel hatte in den vergangenen Woche vor allem nach starken Regenfällen zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr und von Firmen geführt, die auf das Absaugen von Öl spezialisiert sind. Zudem wurden Ölsperren im Bereich Siekbach/Diemel und auf dem Gelände der Brauerei Kohlschein errichtet.

Kamerafahrt

Das Warburger Ordnungsamt und das Kommunalunternehmen ordneten eine Kamerafahrt durch den Kanal, durch den das Öl austritt, an. Das brachte zunächst aber keine Hinweise zum Verursacher. Jetzt scheinen die Behörden einen Schritt weiter zu sein – und der Schaden wird wohl ein Frage für die Versicherungen. Denn der Schaden geht mittlerweile allein beim Material der Feuerwehr in die Tausende.

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