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Brot anstatt Böller: Auch im Corona-Jahr bitten die Organisatoren um Spenden

„Die Not ist immer noch da“

Warburg

„Böller sind in diesem Jahr vielleicht kein großes Thema mehr. Aber die Not der Menschen ist immer noch da.“ So wirbt Christian Voß von der Bürgerstiftung für die Aktion „Brot anstatt Böller“.

Daniel Lüns

Christian Voß von der Bürgerstiftung ist einer der Organisatoren der Aktion „Brot anstatt Böller“. In diesem Jahr haben die Helfer eine Fahne zur Aktion angeschafft. Sie soll an einem Fahnenmast an der Kirche Maria im Weinberg wehen. Foto: Daniel Lüns

Auch in diesem Jahr trommeln die Aktiven dafür, Geld für den guten Zweck zu spenden.

Auf die Knaller verzichten und dafür den Mittagstisch der Diakonie unterstützen – dafür werben die Organisatoren von „Brot anstatt Böller“ seit Jahren. „Die Aktion hat schon eine gewisse Tradition“, ergänzt Klaus Stalze vom Heimat- und Verkehrsverein. „Daher war es für uns auch keine Frage, ob wir ‚Brot anstatt Böller‘ fortsetzen.“

Genug Menschen, die Hilfe brauchen

Es gebe nach wie vor genug Menschen in Warburg, welche die Hilfe des Mittagstisches in Anspruch nehmen müssten. Gerade in Zeiten der Pandemie. Daher machten nun auch wieder alle Organisatoren mit: Neben der Bürgerstiftung und dem Heimat- und Verkehrsverein seien das die evangelische Kirchengemeinde Altkreis Warburg, die katholischen Kirchengemeinden Warburg Alt- und Neustadt und die Stadt Warburg über die Feuerwehr.

Seit dem Beginn von „Brot anstatt Böller“ betonen die Aktiven, dass sie keine Spielverderber sein möchten. Wer den Jahreswechsel feiern wolle, der könne das natürlich auch in diesem Jahr tun – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzverordnung.

„Wir wollen einen kleinen Anstoß geben, damit man sein Geld vielleicht nicht für etwas ausgibt, das auch Umweltschäden hervorruft und ein Gefahrenpotenzial hat, sondern es dort einsetzt, wo man mit dem Geld noch etwas Gutes tut“, erklärt Klaus Stalze.

Geld für drei Monate Arbeit

Im vergangenen Jahr hatte die Diakonie Paderborn-Höxter in Warburg einmal grob durchgerechnet , wie lange das Geld eigentlich ausreicht, das im Rahmen der Aktion durchschnittlich gespendet wird. Das Ergebnis: Alleine von den Einnahmen durch „Brot anstatt Böller“ könne der Mittagstisch zwei bis drei Monate lang leben. Viel Zeit, in der Bedürftige versorgt werden können.

Den Mittagstisch gibt es seit 15 Jahren. Aufgrund der Corona-Pandemie bietet die Diakonie zurzeit einen mobilen Mittagstisch an. Damit beliefern die Helfer mehr als 120 Menschen. Normalerweise wird der Mittagstisch in der Alten Schule in Rimbeck angeboten und im Corvinushaus in Warburg. Beim Mittagstisch bekommt jeder, der einen geringen Kostenbeitrag abgibt, einmal in der Woche ein warmes Essen.

Wer Fragen zum Warburger Mittagstisch hat, der kann sich an Dietmar Kraul wenden unter Telefon 05641/788811 oder über die E-Mail-Adresse kraul@diakonie-pbhx.de. Weitere Informationen und das Spendenkonto gibt es im Internet unter www.diakonie-pbhx.de/warburg/beratung-und-hilfe/mittagstisch-in-warburg.html

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