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Heimatverein Menne feiert 25-jähriges Bestehen

Dorfgeschichte auf 1180 Seiten

Warburg (WB/vsm). Der Heimatverein Warburg-Menne hat am Wochenende seine 25-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Zu diesem Anlass hatten die 143 Mitglieder ein buntes Programm vorbereitet, das sich bis in den Sonntag hinein erstreckte.

Ein Fotobuch gab es für Helfer und ehemalige Vorstandsmitglieder. Zum Foto stellten sich auf (von links) Vorsitzender Gerd Schubert, Anton Wiemers, Robert Schmidt, Karl Willi Reuss, Friedhelm Klauke, Anne Schäfers, Hermann Josef Backhaus, Gundel Mithoff-Fischer, Reinhard Rose und der stellvertretende Bürgermeister Heinz-Josef Bodemann. Foto: Verena Schäfers-Michels

So hatten die Mitglieder in der Gemeindehalle eine Fotoausstellung gezeigt. Auch luden sie für Samstagabend Udo Reineke ein, der auf humorvolle Art die Entstehung und die Tätigkeit des Heimatvereins Revue passieren ließ. Der Sonntagnachmittag bot Spiel und Spaß für Kinder unter der Beteiligung der Kinderlobby Menne und der Jugendfeuerwehr.

Bei den Feierlichkeiten gab es auch einen Blick in die Geschichte. So soll der Ort Menne im Jahr 844 erstmals in den Corveyer Annalen erwähnt worden sein. Seinen Anfang nahm der ansässige Heimatverein zu Beginn der 1990er-Jahre, als die Ausrichtung einer 1150-Jahrfeier des Ortes anstand.

Verein wurde 1993 gegründet

»Aus diesem Anlass wollte man auch ein Buch über Menne und dessen Geschichte veröffentlichen. Bald merkte man, dass die Finanzierung des Druckes schwierig war«, berichtete Gerd Schubert, Vorsitzender Heimatvereins. »Die Finanzierung sollte über Spenden laufen, dafür brauchte man einen gemeinnützigen Verein.« 1993 war es dann soweit.

Doch für die Durchführung eines Dorfjubiläums waren elf Menschen nicht genug und auch eine sorgfältige Niederschrift der Dorfchronik gestaltete sich aus Zeitmangel als schwierig. Ein Jahr nach der Vereinsgründung kamen die Vorsitzenden Heinrich Blome und Franz Mewes daher auf die Idee, einzelne Beiträge zur Dorfgeschichte in den Menner Chronik- und Heimatblättern zu veröffentlichen.

Chronik- und Heimatblätter erscheinen

Die erste Ausgabe erschien Ostern 1994. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Hoffnung mehr für die 1150-Jahrfeier. Die Idee der Chronik- und Heimatblätter war allerdings sehr gut. Inzwischen sind 36 Ausgaben auf 1180 Seiten erschienen.

Bei Forschungen waren die Menner immer wieder auf den Kirchort Papenheim gestoßen, der im 30-jährigen Krieg unterging. Um dieses Ortes zu gedenken, errichteten die Vereinsmitglieder die Jakobuskapelle, die am 25. Juli 1998 durch Pastor Pieper eingesegnet wurde. Das Grundstück verkaufte der kürzlich verstorbene Rudolf Gründer dem Verein für eine D-Markt.

2009 wird Heimatstube eingesegnet

Im Herbst 2007 gab es erste Überlegungen, insbesondere von Manfred Wiemers, Räumlichkeiten zu schaffen, in denen man traditionelle dörfliche Selbstversorgungsarbeiten wieder aufleben lassen könne. Da der Tennisclub zudem überlegte, sein Tennishaus zu erweitern, schlug der gemeinsame Architekt Karl-Heinz Schubert eine Kooperation vor. 2009 konnte die Heimatstube durch Vikar Sofka eingesegnet werden.

Inzwischen hat der Heimatverein 40 Obstbäume angepflanzt, zudem einige Elsbeeren. Seit 2011 gibt es die Internetseite www.heimatverein-menne.de. 2012 wurde erstmals ein Kartoffelacker mit dem Kindergarten Kinderlobby Menne bewirtschaftet. 2013 wurde das erste Frühstück in der Heimatstube ausgerichtet und 2017 der Menner Treff in Kooperation mit der Menner Truppe ins Leben gerufen. Zudem gibt es regelmäßig Tagesfahrten und Betriebsbesichtigungen. In diesem Jahr fährt der Verein nach Wuppertal und zur Zuckerfabrik Warburg.

Fünf Gründungsmitglieder leben noch

Fünf Gründungsmitglieder des Heimatvereins leben heute noch. Ihnen überreichte Gerd Schubert ein Fotobuch der Menner Dorfgeschichte. Dr. Gundel Mithoff-Fischer war zwölf Jahre Kassiererin im Verein. Friedhelm Klauke war Ortsvorsteher und sechs Jahre Beisitzer. Karl Willi Reuss zählt zu den Gründungsmitgliedern und Anton Wiemers war drei Jahre Schriftführer des Vereins.

Als Dank für die Sichtung und Ordnung des umfangreichen Fotoarchivs erhielten Hermann Josef Backhaus und Reinhard Rose ein Fotobuch. Gabriele Peine, die beim Aufkleben der Fotos half, erhielt einen Blumenstrauß. Jürgen Backhaus erhielt ein Präsent für die Gestaltung und Pflege der Homepage. Anne Schäfers hat zum Jubiläum Tischkärtchen mit Sprüchen und Gedichten zum Thema Heimat entworfen.

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