1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Warburg
  6. >
  7. Ein Aushängeschild des Dorfes

  8. >

Spielmannszug Bonenburg feiert 70-jähriges Bestehen

Ein Aushängeschild des Dorfes

Warburg (WB/vsm). Der Spielmannszug Bonenburg hat sein 70-jähriges Bestehen mit einem Frühschoppen und einem Dorffest in der Alten Schule gebührend gefeiert.

Georg Hoppe (vorne) gehörte zu denen, die den Spielmannszug gründeten. Diese Menschen brachten sich aktiv ein: Vorsitzender Thomas Michels, sein Vorgänger Heinrich Tillmann, Kassiererin Judith Michels, Schriftführerin Carolin Michels sowie die Ehrenmitglieder Wolfgang Seewald, Dieter Berendes, Josef Temme, Bernd Menne und Burkhard Kriwet (Tambourmajor). Foto: Verena Schäfers-Michels

Dazu hatten die Musikanten alle Bonenburger sowie 20 Gastvereine eingeladen, die ihnen seit Jahrzehnten verbunden sind.

Spielmannszug wirkt bei den Schützenfesten in der Region mit

Im Sommer ist der Spielmannszug als Mitwirkender bei den Schützenfesten in der Region nicht wegzudenken, in den Wintermonaten üben die Instrumentalisten in ihrem Übungsraum neue Märsche ein. »Viele Menschen haben unseren Verein geprägt«, sagt Vorsitzende Thomas Michels.

In geselliger Runde hatten die Bonenburger Aloys Emmerich (der spätere erste Vorsitzende), Johannes Löseke und Josef Thöne 1949 auf dem Schützenfest in Borlinghausen beschlossen, einen Spielmannszug zu gründen.

Sie baten den Oberbahnhofsvorsteher Josef Broer, die Ausbildung zu übernehmen. Laut Chronik antwortete Broer auf deren Bitte: »Was ich noch davon verstehe, will ich den Jungens gerne beibringen.« So blieb es bis 1975.

Thomas Michels

Im Zug spielten bis dahin nur Jungen und Männer. Im April kamen die ersten Mädchen hinzu. 1977 heirateten erstmalig mit Anneliese Berendes und Berthold Emmerich zwei aktive Spielleute. »Heute würde unser Verein ohne Mädchen nicht mehr existieren«, sagt Michels heute.

Bis 1975 gehörte der Spielmannszug auch zum Bundesbahn-Sozialwerk. »Damals arbeiteten viele Bonenburger noch bei der Deutschen Bahn«, berichtet Schriftführerin Carolin Beckmann. Da jedoch ein gewisser Prozentsatz der Mitglieder auch bei der Bahn tätig sein musste und dies immer weniger zutraf, entschied man sich für einen Austritt.

Spenden zum 70-jährigen Bestehen

Heute hat der Spielmannszug 125 Mitglieder, von denen 60 aktiv musizieren. Anlässlich des Geburtstages erhielt der Vorstand von Niklas Kluge von der Vereinigten Volksbank einen Scheck in Höhe von 700 Euro und von Silvia Bosse von der Sparkasse einen weiteren in Höhe von 500 Euro.

»Der Spielmannszug ist ein wertvolles musikalisches Aushängeschild in der Region und darüber hinaus«, sagt Ortsvorsteher Gerd Rose. »Er leistet eine gelungene Jugendarbeit«, lobt er.

Im Übungsraum des Zuges konnten die Besucher eine Dia-Show über die Tätigkeit des Vereins betrachten. Eine Kurzfassung der Chronik war auf dem Innenhof der Alten Schule präsentiert worden.

Startseite