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Kunstobjekt mit 800 kleinen Kunstwerken aus Kinderhand in der Ortsmitte

Ein Riesenei für Ossendorf

Warburg-Ossendorf

Dieses Osterei muss man nicht lange suchen: Am alten Spritzenhaus in der Ortsmitte von Ossendorf ist am Osterwochenende eine zwei Meter hohe Ei-Konstruktion zu bewundern.

wn

Ein Osterei für Ossendorf: In der Ortsmitte ist eine zwei Meter hohe Ei-Konstruktion zu bewundern. Geschmückt wird sie mit rund 800 Kunststoff-Eiern, die von Kindern bemalt wurden. Organisiert wurde die Aktion von Marie-Theres Schauerte. Gestiftet wurde die Metall-Konstruktion vom Warburger Unternehmen WIB/Erlebnisstahl, hier vertreten durch (von links) Daniel Krumpipe und Nico Stamm. Viel Lob gibt es von Ossendorfs Bezirksverwaltungsstellenleiter Walter Güntermann (rechts). Foto:

Geschmückt wird sie mit rund 800 bunten Kunststoffeiern, die unter anderem von den Kindern der Ossendorfer Grundschule und des Kindergartens „Heinturmwichtel“ liebevoll bemalt wurden.

Die Idee zu der Aktion hatte Marie-Theres Schauerte. „Aus meiner sauerländischen Heimat kenne ich den Brauch, dass an Ostern der Stadt-Brunnen mit bunten Eiern verziert wird. Ich dachte mir, dass wir so etwas auch in Ossendorf auf die Beine stellen und gleichzeitig eine tolle Aktion für die Kinder daraus machen könnten“, wird die gebürtige Arnsbergerin in einer Pressemitteilung zitiert.

Nun hat Ossendorf aber leider keinen Brunnen, also musste eine Alternative her. Die Lösung war eine zwei Meter große Metall-Osterei-Konstruktion, die vom Warburger Unternehmen WIB/Erlebnisstahl gestiftet wurde.

80 Kilogramm schweren Konstruktion

„Marie-Theres hat uns von ihrer Idee erzählt und wir waren sofort begeistert. Wir freuen uns, wenn wir solche gemeinnützigen Projekte unterstützen können“, sagt Geschäftsführer Christian Ischen-Böhlen. „Konstruiert wurde das Ei von unserem Auszubildenden Steven Gerdt aus dem ersten Ausbildungsjahr als Technischer Produktdesigner. Die Schweißarbeiten hat Hiob Brauer übernommen. Insgesamt sind für Planung und Bau der rund 80 Kilogramm schweren Konstruktion aus witterungsfestem Corten­stahl rund sieben Arbeitsstunden angefallen.“

Jetzt fehlen nur noch die bunten Eier, mit denen das Ossendorfer Osterei geschmückt werden soll. Rund 800 weiße „Rohlinge“ hatte Marie-Theres Schauerte in den vergangenen Wochen im ganzen Dorf verteilt.

Zunächst waren nur 300 Eier geplant

„Am Anfang hatten wir mit etwa 300 Eiern geplant. Aber die Aktion hat sich schnell herumgesprochen und dann haben sich die Grundschule, der Verein zur Betreuung von Kindern an der Katholischen Grundschule Ossendorf-Nörde, der Ossendorfer Kindergarten und sogar eine Klasse des Warburger Hüffertgymnasiums gemeldet. Auch viele Ossendorfer Familien haben gleich mehrere Eier genommen. So sind am Ende rund 800 Stück zusammengekommen. Viele Eltern haben uns berichtet, dass die Aktion super angekommen ist“, freut sich die 34-Jährige, die bei der Umsetzung von Corinna Humburg unterstützt wurde.

Im Nah-und-Frisch-Markt Willeke konnten die Ossendorfer die Eier abholen und dann bemalt wieder abgeben. „Natürlich werden die bemalten Kunststoff-Eier nach Ostern gut aufbewahrt und nächstes Jahr im Sinne der Nachhaltigkeit wiederverwendet“, sagt Marie-Theres Schauerte. „Sie wegzuwerfen würden wir auch nicht übers Herz bringen. Dafür sind sie viel zu schön.“

Viel Lob für die Aktion gibt es auch von Ossendorfs Bezirksverwaltungsstellenleiter Walter Güntermann. „Für die Kinder ist die Pandemie eine ganz besondere Belastung. Deshalb freut es mich sehr, dass sie beim Bemalen der Eier so viel Freude hatten. Ich bedanke mich von ganzem Herzen bei allen Organisatoren für diese tolle Aktion.“

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