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Musikschule Warburg feiert mit Konzert das 50-jährige Bestehen

Eine musikalische Erfolgsstory

Warburg (WB). Mit einem Festkonzert unter Mitwirkung von aktuellen und ehemaligen Schülern sowie von Musiklehrern hat die Musikschule Warburg am Sonntagabend ihr 50-jähriges Bestehen begangen. Ehrengäste, Schüler, Eltern und Lehrer überzeugten sich dabei in der Aula des Marianum von dem hohen Leistungsstand, für den die Einrichtung seit fünf Jahrzehnten steht.

Ulrich Schlottmann

Bürgermeister Michael Stickeln (links) überreichte Musikschulleiter Thomas Drunkemühle eine Urkunde. Rechts Walter Strümper. Foto: Ulrich Schlottmann

Thomas Drunkemühle, Leiter und Inhaber der Musikschule, seit 2005 eine gemeinnützige GmbH, erinnerte daran, dass die Initiative zur Gründung einer städtischen Musikschule 1967 von Gerhard Wasmuth ausgegangen war. Der engagierte Musiklehrer des Gymnasium Marianum leitete die Schule bis 1980, konzentrierte sich dann aber wieder auf seine eigentliche berufliche Tätigkeit. 1980 stellte die Stadt Warburg mit Helga Neumann eine hauptamtliche Leiterin ein. Ihr folgte in den Jahren 1987 bis 2005 Klaus Möhlheinrich.

Erfolgreiche Privatisierung

Als Folge der sinkenden Bereitschaft des Stadtrates, die alljährlichen Defizite der städtischen Musikschule zu tragen, erfolgte 2005 das Aus in städtischer Trägerschaft. Den vier hauptamtlichen Lehrkräften wurde gekündigt.

»Dann kam ich. Es war ein Sprung ins kalte Wasser, doch es fühlte sich nach einiger Zeit wärmer an«, erinnerte Thomas Drunkemühle an den Neustart der privaten Musikschule unter seiner Regie.

»35 Jahre bin ich jetzt in Warburg. In diesem Zeit habe ich 31 Musikschüler erfolgreich auf ein Musikstudium vorbereitet«, sagte er. 352 Schüler hat die Musikschule nach seinen Worten derzeit. Stolz sei er auf die Ballettabteilung.

An die Gründungszeit der Musikschule erinnerte auch Walter Strümper. Der 90-jährige war seinerzeit als Ratsherr einer der Männer der ersten Stunde.

Gutem Ruf immer gerecht geworden

Der Übergang der Musikschule von städtischer in private Regie sei eine Zäsur gewesen, sagte Bürgermeister Michael Stickeln in seiner Festrede. Thomas Drunkemühle habe den Fortbestand nicht bloß gesichert, sondern die Einrichtung mit innovativen Konzepten gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften stetig weiterentwickelt. Es sei eine musikalische Erfolgsstory.

Gemeinsam mit seinem Team sei er dem guten Ruf der Musikschule immer wieder gerecht geworden, so der Bürgermeister. Das habe die Schule auch bei zahlreichen Veranstaltungen immer wieder unter Beweis gestellt. Das Wichtigste sei aber, dass Thomas Drunkemühle dazu beigetragen habe, dass junge und ältere Musikschüler Freude am Musizieren gewinnen und ihre großen oder auch kleinen Talente entfalten konnten, sagte der Bürgermeister.

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