„Damals war’s“: Im Sankt Johannes an der Landfurt sorgen Experten für einen Rückblick in alte Zeiten

Eine Woche voll Nostalgie

Warburg

„Damals war’ s“: So lautete das Thema einer Mottowoche in Sankt Johannes an der Landfurt. Die Erinnerung an „die gute alte Zeit“ zaubert vielen älteren Bewohnern der Senioreneinrichtung ein Lächeln ins Gesicht.

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Familie Guntermann mit ihrer Drehorgelmusik sorgte für gute Laune und zog auch viele Besucher an, die unter freiem Himmel den Klängen lauschten. Es war der Abschluss einer Mottowoche im Sankt Johannes an der Landfurt. Foto: WB

„Es ist schön zu beobachten, wie lebendig die Vergangenheit wird, wenn Menschen dieser Generation von ihrem oft bewegten Leben erzählen“, freut sich Monika Volkmann, Leitung des Sozialen Dienstes und eine der Organisatorinnen, über die gelungene Aktion.

Unterstützt wurden sie dabei durch Experten ihres Fachs, die jeden Nachmittag um „Punkt 4“ zu einem kurzweiligen Programm einluden. Über den hausinternen Fernsehsender Johannes-TV wurde das Programm auch in die Zimmern übertragen.

Den Anfang der Mottowoche machte Herrmann Behler, einer der bekanntesten Warburger Stadtführer. Er präsentierte auf Fotos viele geschichtsträchtige Gebäude und Plätze der Stadt. Neben seinen Erzählungen hielt er auch die ein oder andere Anekdote bereit.

Am Dienstag folgten Ursula und Hansgerd Butterweck vom Korbmachermuseum in Dalhausen. Als Korbmachermeister beherrschen sie das alte Handwerk noch von der Pike auf. Mit ihren Exponaten aus eigener Werkstatt vermittelten sie anschaulich, wie vielfältig und modern das Handwerk ist.

Der Mittwoch gehörte dem Duo Elisabeth König und Willi Schulte. Sie erfreuen die Senioren wöchentlich mit ihrer beliebten „Akkordeonmusik“.

Reinhard Wieners von der Heimatstube Großeneder lud am Donnerstag zu einer virtuellen Museumstour ein. Er präsentierte eine Vielfalt von thematisch geordneten Ausstellungsstücken, die bei den Bewohnern lebhafte Erinnerungen weckten.

Der Freitag stand mit Klaus Stalze ganz im Zeichen des mittelalterlichen Warburgs. Er bot mit seinem Bürgermeisterkostüm einen imposanten Anblick und brachte dadurch die berufliche Position und das Ansehen des Stadtoberhauptes als „Albert von Rhoden“ zur Geltung. Er plauderte über den Zusammenschluss von der Neustadt und Altstadt sowie über den Umgang mit Dieben und Gaunern. Das Video vom Theaterstück „Die Wasserwippe“, bekannt geworden durch das Kälkenfest, rundete den Nachmittag ab.

Lena und Winfried Volmert knüpften mit ihren selbst geschriebenen „Urban-Geschichten“ am Samstag nahtlos an die Stadtgeschichte an, denn die Streiche des Urban sind in Warburg legendär. Lena und Winfried Volmert gelang es per Live-Stream, die Geschichten mit viel Witz und Humor vorzutragen.

Den Schlussakzent der Mottowoche setzte am Sonntag Familie Guntermann mit ihrer Drehorgelmusik. Sie waren schon häufig im Sankt Johannes zu Gast. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich am Muttertag viele interessierte Zuhörer vor den Türen des Sankt Johannes eingefunden hatten, um den Klängen zu lauschen.

Eingeladen waren die Senioren während der Mottowoche auch zu einem Rundgang durch das Foyer des Hauses.

Dort fanden sich zahlreiche Ausstellungsstücke aus der „guten alten Zeit“, die von einigen Mitarbeiterinnen des Hauses aus ihrem privaten Fundus zusammengetragen worden waren.

Kulinarische Reise in die Vergangenheit

Der Speiseplan sorgte mit seiner Menüauswahl seinerseits für eine kulinarische Reise in die Vergangenheit. Als Grundlage dazu dienten die Wünsche der Bewohner.

Freuen durften sich letztlich auch die Mitarbeiter: Sie waren eingeladen, an einem Quiz teilzunehmen. Hierbei sollten Kinderfotos einzelner Personen aus allen Berufssparten des Hauses zugeordnet werden.

Bei richtiger Lösung wartete ein Gutschein für ein leckeres Abendessen.

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