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Scooter treten am 13. August in Kassel auf

„Erfolg polarisiert immer“

Kassel/Warburg (WB). Sein Schlachtruf „Hyper Hyper“ ist legendär: Mit seiner Band Scooter hat H.P. Baxxter seit mehr als 25 Jahren großen Erfolg. Am 13. August treten sie in Kassel auf. Vorab sprach der 55-Jährige mit Alice Koch über Erfolg, Kritiker und die Kunst, sich fit zu halten.

Die Band Scooter macht am Donnerstag, 13. August, im Rahmen ihrer „God save the Rave“-Tour auf dem Gelände der Messe Kassel Station. Das Open-Air-Konzert des Kult-Techno-Trios beginnt um 19.30 Uhr. Foto:

Ihre aktuelle Tour steht unter dem Motto „God save the Rave“. Haben Sie Angst, dass die Techno- und Rave-Szene ausstirbt?

H.P. Baxxter: Nein, überhaupt nicht. Inzwischen ist das Genre in der Musik so etabliert wie Hardrock, Jazz oder Klassik.

Bei allein 63 ausgekoppelten Singles in all den Jahren: Wie stellt man da eine Konzert-Setlist zusammen?

H.P. Baxxter: Das ist eine sehr gute Frage. Wir geben uns sehr viel Mühe bei der Zusammenstellung der Setlists. Wir gucken schon genau, ob es eine Festivalshow oder ein eigenes Konzert ist oder im In- oder Ausland stattfindet. Wir versuchen immer alles auszuloten, um das bestmögliche Scooter-Feeling zu vermitteln.

Sie sind Frontmann einer Band, die seit Karrierebeginn gleichermaßen geächtet wie geliebt wird – warum sollte selbst der größte Scooter-Kritiker unbedingt mal eine Live-Show besuchen?

H.P. Baxxter: Ich glaube, inzwischen haben selbst die größten Scooter-Kritiker eine Scooter-Live-Show gesehen (lacht).

Warum glauben Sie, polarisiert Scooter so sehr?

H.P. Baxxter: Erfolg polarisiert immer. In den vergangenen Jahren haben wir allerdings weniger den Eindruck, dass das bei uns noch so ist.

Wie entsteht ein typischer Scooter-Song?

H.P. Baxxter: Schwer voraussagbar, mal entsteht ein Song in drei Stunden, mal in drei Monaten.

Wie kommen Sie eigentlich auf so skurrile Parolen wie „Respect to the man in the Icecream-Van“?

H.P. Baxxter: Inspiration ist alles, frei nach dem Motto „lieber gut geklaut als schlecht selber gemacht“. Daher auch die von Ihnen angeführte Scooter-Zeile, die im Original auf ein KLF-Zitat zurückgeht.

2017 saßen sie in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“. Hätten Sie sich selbst nach dem Vorsingen eine Runde weiter gelassen?

H.P. Baxxter: Ich singe ja nicht, oder nur selten (lacht).

25 Jahre voller Raves, Touren und Veröffentlichungen: Wie bleibt man da fit, ohne zu erkranken?

H.P. Baxxter: Ich halte es mit regelmäßigem Sportprogramm, Waldläufen, Personal Trainer und Ostfriesentee, on top pflege ich den „Dry January“ und Alkohol nur am Wochenende.

Sie sind 55 Jahre alt. Ist es da nicht mal Zeit, ans Aufhören zu denken und in Rente zu gehen?

H.P. Baxxter: Auf keinen Fall. Je oller desto doller.

Sie werden überall erkannt. Stört Sie Ihre Popularität?

H.P. Baxxter: Nein, überhaupt nicht. Ich sehe das als Auszeichnung für das Erreichte.

Was ist eigentlich ihre Naturhaarfarbe?

H.P. Baxxter: Ehrlich gesagt hab ich hier den Überblick verloren.

Neben Scooter treten in Kassel auch Xavier Naidoo, Broilers und Mark Forster auf. Kennen Sie einen der Künstler persönlich?

H.P. Baxxter: Man trifft sich mal auf Aftershowpartys, aber eher nur vom Hallo sagen.

Karten für das Open-Air-Konzert gibt es im Vorverkauf beim WESTFALEN-BLATT in Warburg.

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