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Feuerwehr, THW und Förster in Warburg appellieren an die Vernunft

Es bleibt brandgefährlich

Warburg (WB/vah). Die Waldbrandgefahr im Altkreis Warburg ist auch nach dem zuletzt vermehrt gefallenen Regen noch hoch. Darauf weisen Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und die Förster hin. Grund ist die immer noch bestehende Dürre und Borkenkäfersituation in den Wäldern, die für reichlich trockenes Totholz sorgt. Die Experten appellieren an Waldbesucher, vorsichtig zu sein.

Mit Schildern an Wanderparkplätzen – wie hier zwischen Hardehausen und Blankenrode – wird auf die Gefahr hingewiesen. Foto: Jürgen Vahle

Der Wald nimmt etwa ein Drittel der Fläche im Warburger Stadtgebiet ein – mehr als 55 Quadratkilometer. Die Flächen gehören dem Land, privaten Eigentümern und natürlich der Stadt Warburg, die damit einer der größten kommunalen Waldbesitzer in Nordrhein-Westfalen ist. Die größte zusammenhängende Waldfläche liegt im westlichen Stadtgebiet (Scherfede/Hardehausen). Weiteres Problem: Die Hälfte der Fläche des Warburger Stadtgebietes sind landwirtschaftliche Flächen. Hier bestehen in trockenen Phasen die Gefahren von Flächenbränden.

Ausstattung verbessert

Die Stadt Warburg hat in den vergangenen Jahren auf das Problem der Wald- und Flächenbrände reagiert und die Ausrüstung der Feuerwehr für die Vegetationsbrandbekämpfung verbessert. „So wurde jede Einheit zusätzlich zu den Feuerpatschen und Motorsägen mit einem Löschrucksack und einem Waldbrandwerkzeug „Gorgui-Tool“ ausgestattet. Ferner wurde eine Standard-Einsatzregel (kurz SER) zu dem Thema erstellt, die eine einheitliche Aus- und Fortbildung ermöglicht und das Vorgehen im Einsatzfall beschreibt“, berichtet Warburgs Feuerwehrchef Jürgen Rabbe in einer gemeinsamen Pressemitteilung. In Planung sei noch die Ausstattung aller Einheiten mit entsprechend für die Vegetationsbrandbekämpfung geeigneten Schlauchmaterials und passender Ausrüstung. Eine geplante Fortbildung musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, solle aber so bald wie möglich nachgeholt werden, berichtet Rabbe weiter.

Hilfe vom THW

Unterstützt wird die Feuerwehr Warburg durch das THW Warburg. 2019 wurde die Alarm- und Ausrückeordung (AAO) so angepasst, dass unter anderem bei den Stichworten „Feuer Wald/Fläche“ ein Fachberater des THW mit alarmiert wird. „Dieser kann die Einsatzleitung vor Ort unterstützen und zeigen, welche Mittel das THW beisteuern kann“, heißt es in der Pressemeldung weiter. Ferner steht in der „Waldbrandsaison“ ein geländegängiger Unimog mit 2000 Liter Wasser zum Einsatz bereit.

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