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Corona-Inzidenzwert im Kreis Höxter klettert erstmals über die 200er-Marke

Es droht die Ausgangssperre

Kreis Höxter (WB/...

Auch dem Kreis Höxter droht in den kommenden Tagen eine Ausgangssperre. In der Corona-Pandemie ist der Inzidenzwert in der Nacht zu Heiligabend über die kritische 200er-Marke auf den Wert 210 geklettert. Der Inzidenzwert beschreibt die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Er wird immer um Mitternacht aktualisiert. Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei 32.

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Symbolbild. Foto: dpa

„Bei einem weiteren Anstieg werden wir im Laufe der kommenden Woche über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen im Rahmen der Allgemeinverfügung sprechen müssen“, kündigte Landrat Michael Stickeln (CDU) am Morgen des heiligen Abends an.

Landrat Michael Stickeln (Archivbild). Foto: Timo Gemmeke

Gemeint sind damit in der Regel Ausgangssperren abends und nachts. Die gibt es bereits in den Nachbarkreisen Lippe und Waldeck-Frankenberg. Dort war der Inzidenzwert schon vor Tagen dauerhaft über die 200er-Marke gestiegen.

In der Nacht zu Donnerstag ist ein starker Anstieg der Corona-Infiziertenzahl vor allem aus der Stadt Beverungen gemeldet worden. Dort gibt es 14 Fälle mehr als noch am Mittwoch. In Marienmünster, Brakel und Borgentreich ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen allerdings auch leicht zurückgegangen. In Steinheim ist die Zahl stabil. Die Kreisstadt Höxter hat die höchste Zahl an Infizierten, was auch mit dem Ausbruch in einem Flüchtlingsheim zusammenhängt.

Konkret haben die einzelnen Kommunen an Heiligabend folgende Zahlen von aktiv Infizierten gemeldet:

Bad Driburg 60 (+6),

Beverungen 58 (+14),

Borgentreich 11 (-1),

Brakel 44 (-2),

Höxter 108 (+6),

Marienmünster 10 (-1),

Nieheim 29 (+6),

Steinheim 33 (+/-0),

Warburg 56 (+4),

Willebadessen 14 (+3).

„Gerade mit Blick auf die Feiertage appelliere ich noch einmal eindringlich an alle Menschen: Verzichten sie soweit es geht auf persönliche Kontakte, auch wenn es ihnen schwer fällt“, sagt Landrat Michael Stickeln. „So schenken sie ihren Lieben zu Weihnachten etwas Unbezahlbares: nämlich Gesundheit!“

Seit Tagen sei die Inzidenz für den Kreis Höxter deutlich angestiegen. „Wir beobachten diese besorgniserregende Entwicklung auch über die Feiertage sehr genau“, erläutert Matthias Kämpfer, Leiter des Krisenstabes des Kreises Höxter. „Sollte sich die Tendenz fortsetzen, werden wir kurzfristig in Abstimmung mit dem NRW-Gesundheitsministerium entscheiden, ob und welche weitergehenden Einschränkungen notwendig sind.“

Zuletzt kam es im Kreis Höxter vermehrt zu Corona-Fällen in verschiedenen Gemeinschaftswohneinrichtungen. „Dort besteht zwar ein großes Ansteckungsrisiko für die Bewohner, allerdings lässt sich das Ausbruchsgeschehen durch gezielte Quarantäne relativ gut überwachen und kontrollieren“, erläutert Dr. Ronald Woltering, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Höxter. „Eine Übertragung in die Bevölkerung kann so weitestgehend verhindert werden.“

Der Krisenstab des Kreises Höxter weist nochmals deutlich auf die Bestimmungen der aktualisierten Coronaschutzverordnung für das Land NRW hin. Auf der Homepage des Kreises Höxter sind die geltenden Regelungen übersichtlich zusammengefasst.

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