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Warburger-Hanse-Sprecher Wilm Pollmann spricht über anstehenden Lockdown

„Es war leider absehbar“

Warburg

„Es war leider absehbar, dass das kommt.“ Das sagt Wilm Pollmann, Sprecher des Leitungsteams der Warburger Hanse, zum bevorstehenden sogenannten Lockdown.

Daniel Lüns

Letzte Besorgungen fürs Weihnachtsfest – wie hier buntes Geschenkpapier – können die Kunden noch am Dienstag erledigen. Danach beginnt der sogenannte Lockdown. Foto: Daniel Lüns

Von Mittwoch, 16. Januar, bis voraussichtlich zum 10. Januar werden nur wenige Geschäfte für den täglichen Bedarf öffnen dürfen. Der Rest bleibt geschlossen.

Bis zum Dienstagabend dürfen also alle Kaufleute noch ihre Waren und Dienstleistungen feilbieten. Einzelne Geschäftsleute in Warburg nutzten dies, indem sie ihren Kunden verlängerte Öffnungszeiten böten, erklärt Pollmann.

„Es geht hier nicht darum, den letzten Euro zu verdienen, sondern darum, den Kunden einen Service anzubieten“, sagt das Mitglied der Hanse.

Mit einem großen Andrang rechnet Pollmann am Dienstag aber nicht.

Bereits am Wochenende sei es in der Hansestadt vergleichsweise ruhig geblieben.

„Das ist vermutlich eher ein Problem in Oberzentren wie Paderborn oder Kassel“, sagt Pollmann. Gleichwohl sei die Zeit rund um die Weihnachtstage und den Jahreswechsel für den Einzelhandel eine ganz wichtige. Und die breche nun eben weg.

„Die Leute haben Zeit und Weihnachtsgeld“, erklärt der Fachmann. „Es bleibt zu hoffen, dass die Menschen das nicht bis zur Wiedereröffnung der Geschäfte online ausgeben.“

Auf jeden Fall sorge der Lockdown für „betretene Gesichter auf beiden Seiten“.

Viele Kunden im Möbel- und Einrichtungshaus Pollmann etwa warteten in diesen Tagen darauf, Ware nach Hause geliefert zu bekommen. „Beim Lockdown im Frühjahr war das erlaubt“, sagt Wilm Pollmann. Ob es dieses Mal auch so sei, müsse nun geklärt werden.

Arbeit hätten die Mitarbeiter des Möbelhauses jedenfalls: Bis zum 23. Dezember seien Liefertermine vereinbart worden.

Aber auch darüber hinaus gebe es zu tun. Bürokratische Tätigkeiten müssten erledigt werden. Dazu zähle etwa das Beantragen von Kurzarbeiter-Geld samt dem Ausfüllen der dazugehörigen Formulare. Zudem werde an das Geschäft weiterhin Ware angeliefert.

„Die darf auch weiterhin abgeholt werden. Auch das muss organisiert werden“, sagt Pollmann. Daher werde das Möbelhaus telefonisch und auch per E-Mail weiterhin erreichbar sein. „Und vielleicht werden wir die Zeit auch für die Inventur nutzen.“

Wichtig sei, dass das strikte Herunterfahren des öffentlichen Lebens einen positiven Effekt auf die Corona-Pandemie habe. „Wir hoffen, dass es im Januar weitergeht – und der Lockdown nicht verlängert wird“, sagt Wilm Pollmann.

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