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Eine Einheitsführung für den Löschzug West – Bürgermeister erhält Ehrenmedaille

Feuerwehr Warburg geht neue Wege

Warburg ( WB). Wenn in Rimbeck oder in Scherfede die Hilfe der Feuerwehr gebraucht wird, geht nur noch eine Einsatzmeldung raus. Wehrführer Jürgen Rabbe: „Wir haben es geschafft, aus den Löschgruppen Rimbeck und dem Löschzug Scherfede den Löschzug West zu gründen.“

Silvia Schonheim

Der neue Löschzug West besteht aus der Löschgruppe Rimbeck und dem Löschzug Scherfede. Die Einheitsführung des neu gegründeten Löschzuges übernehmen Frank Mikus und Ralf Scholle mit Markus Heyer als Vertrauensperson (vorne von links). Die Gründungsurkunde haben Feuerwehr-Chef Jürgen Rabbe (hinten von links) und seine Stellvertreter Markus Müller und Reiner Vössing überreicht. Foto: Silvia Schonheim

Das besiegelt nun die Gründungsurkunde, die Rabbe als Chef der Warburger Feuerwehr an die neue Einheitsführung überreicht hat.

„Gemeinsame Standorte sind ein wichtiger Schritt für die Zukunftsentwicklung“, betonte Jürgen Rabbe am Samstag bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Warburg in Hohenwepel. „Das Zusammenlegen von Einheiten“, urteilte auch Kreisbrandmeister Rudolf Lüke, sei dort sinnvoll, „wo es machbar ist.“

Ralf Scholle und Frank Mikus leiten neuen Löschzug

Für den neuen Löschzug West gibt es eine gemeinsame Einheitsführung. Ralf Scholle ist der neu ernannte Einheitsführer, sein Stellvertreter ist Frank Mikus. Zur Vertrauensperson wurde Markus Heyer ernannt.

Für Michael Stickeln war es die letzte Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Warburg, die er in seiner Funktion als Bürgermeister besucht hat. „Ich möchte mich persönlich bei Ihnen allen für das großartige Engagement bedanken“, sagte er. Stickeln sprach den rund 270 Kameraden seinen höchsten Respekt für ihren selbstlosen Einsatz für die Mitmenschen und das Gemeinwohl aus.

Aber auch die Feuerwehrkameraden zeigten sich ihm gegenüber dankbar für die Unterstützung, die er den Ehrenamtlichen in seiner Amtszeit als Bürgermeister gegeben hat. Kreisbrandmeister Rudolf Lüke verlieh Michael Stickeln, dem Dienstherrn der Warburger Feuerwehr, die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille.

239 Einsätze im Jahr 2019

Wie wichtig die Feuerwehr für das Gemeinwohl ist, zeigte der Tätigkeitsbericht. „239 Einsätze mit 5.954 Einsatzstunden wurden 2019 bewältigt“, erklärte Jürgen Rabbe. Die Feuerwehrleute rückten zu 55 Brandeinsätzen aus. Bei 150 Einsätzen leisteten sie Technische Hilfe. 34 Mal konnte Entwarnung gegeben werden: Fehlalarm.

THW, DRK und DLRG unterstützen die Feuerwehr

Vermehrt bekommt die Wehr seit 2019 Unterstützung vom Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz und der DLRG. „Zu bestimmten Einsatzstichworten kommen jetzt automatisch Fachberater hinzu und geben Hinweise, wie sie mit ihrer Organisation tätig werden können“, erläuterte der Leiter der Warburger Wehr.

Dies sei 2019 bereits bei fünf Einsätzen der Fall gewesen. Jürgen Rabbe: Das ist gelebte Zusammenarbeit.“

Die Ehrenamtlichen seien 2019 „wieder mit nahezu allen erdenklichen Einsatzlagen konfrontiert worden“, so der Feuerwehr-Chef. Verkehrsunfälle mit verletzten Personen seien genauso dabei gewesen wie überflutete Straßen oder Brände.

Neben den Einsätzen übernimmt die Wehr auch Sicherheitsdienste – etwa beim Fest „Buntes Warburg“ oder in der Oktoberwoche. 2019 waren es 77 Sicherheitsdienste mit knapp 2.270 Stunden.

Nicht im Detail erfasst werden die Stunden, die im Aus-, Fortbildungs- und Übungsdienst geleistet werden. Rabbe: „Sie sind eine Selbstverständlichkeit für die Kameraden.“

Neue Kinderfeuerwehr ist an den Start gegangen

Personell sei die Warburger Wehr gut aufgestellt, attestierte Kreisbrandmeister Rudolf Lüke. Er lobte insbesondere die Arbeit der Jugendfeuerwehr und die neue Kinderfeuerwehr in Warburg. Mit 28 Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren sowie neun Betreuern ist die Kinderfeuerwehr Anfang 2020 an den Start gegangen.

412 Feuerwehrleute gehören derzeit zur Einsatzabteilung, davon 114 Atemschutzgeräteträger. 51 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr, 141 die Ehrenabteilung.

Investitionen in neue Fahrzeuge

Um im Notfall Hilfe leisten zu können, wird neben der Mannschaft auch modernes Gerät benötigt. 2019 wurde ein neuer Kommandowagen für die Leitung der Wehr in den Dienst gestellt.

„Aufgrund schwerer Mängel mussten wir das LF 16-TS nach 35 Jahren aus dem Dienst nehmen. Um schnell Ersatz zu beschaffen, haben wir einen neuen Weg eingeschlagen“, so Jürgen Rabbe. Der Rat der Stadt habe die Beschaffung von zwei generalüberholten Löschfahrzeugen beschlossen. Diese sollen im ersten Halbjahr 2020 in den Dienst gestellt werden.

Der Feuerwehr-Chef hofft, dass 2021 zudem zwei Gerätewagen-Logistik für die Löschzüge Warburg und West angeschafft werden können.

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