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Anbindung an die Ostwestfalenstraße nach 50 Jahren Diskussion und Planung eröffnet – mit Video

Freie Fahrt zum Oberen Hilgenstock

Warburg (WB). 50 Jahre Diskussion, Streit und Planung haben gestern ein Ende gefunden. Mit einem symbolischen Schnitt haben Bürgermeister Michael Stickeln, Landtagsabgeordneter Matthias Goeken, die ehemalige Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Landrat Friedhelm Spieker die neue Verbindungsstraße zwischen dem Warburger Industriegebiet Oberer Hilgenstock und der Ostwestfalenstraße (B 252) freigegeben.

Jürgen Vahle

CDU-Landtagsabgeordneter Matthias Goeken, Bürgermeister Michael Stickeln, die ehemalige Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Landrat Friedhelm Spieker (vorne von links) haben im Beisein zahlreicher Warburger Ratsmitglieder die neue Straße eröffnet. Foto: Jürgen Vahle

7,4 Millionen Euro investiert

7,4 Millionen Euro sind dort in den vergangenen Monaten investiert worden. Der Straßenbau soll nun auch der Startschuss für die Erweiterung des Gewerbegebietes sein, die für 2023 erwartet wird. Endgültig geöffnet und für den Verkehr freigegeben wird die Straße im Laufe des Freitags, wenn alle Warnbarken entfernt und Schilder aktualisiert sind.

In Warburg geht damit eines der größten Straßenbauprojekte der vergangenen Jahre zu Ende. Bürgermeister Michael Stickeln bezeichnete die Straße am Donnerstag während einer kleinen Feierstunde unter Corona-Bedingungen auf der Strecke sogar „als das wichtigste infrastrukturelle Projekt der vergangenen Jahre und Jahrzehnte“. Dieser Tag sei von der heimischen Wirtschaft „geradezu sehnsüchtig erwartet“ worden.

Stickeln bedankte sich auch im Namen der Stadt bei den Zuschussgebern: Von EU, Bund und Land gab es 3,5 Millionen Euro als Zuschuss. Für Stickeln steht fest, dass der Zustand auf der Bahnhofstraße und der Landfurt auch so nicht länger haltbar gewesen seien. Die Anlieger hätten nun weniger Lärm zu ertragen, würden aber auch mit deutlich weniger Abgasen in Kontakt kommen. Wie wichtig die Straße sei, werde man wohl erst in zehn Jahren sehen, wenn sich weitere Unternehmen an ihr angesiedelt hätten.

Startschuss für weitere wirtschaftliche Entwicklung

Auch Landrat Friedhelm Spieker lobte das Projekt als Schlusspunkt einer jahrelangen Planung und als Startschuss für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Straßen seien im ländlichen Raum nun einmal Lebensadern und unerlässlich für einen modernen Wirtschaftsstandort. Mit Blick auf die neue Straße und auf die versammelten Vertreter der Landesstraßenbaubehörde machte Spieker deutlich, dass auch Höxter und Brakel eine solche Entwicklung wie in Warburg nötig hätten. Auf den B64-Lückenschluss warte er ebenfalls seit Jahren. „Das schmerzt schon, dass ich das nicht mehr als Landrat weiterverfolgen kann.“ Solche Projekte müssten in Zukunft schneller gehen. Spieker hegte den Wunsch, dass bei der zukünftigen Entwicklung der Gewerbegebiete die Landwirtschaft mithelfen werde. „Es geht hier um Arbeitsplätze“, sagte Spieker.

Für die Gesellschaft für Verkehrswegebau (GfV) aus Ossendorf geht an der OWL-Straße die größte Baustelle der Firmengeschichte im Warburger Stadtgebiet zuende. Vor allem die Gründung der Straße sei wegen der feuchten Bodenverhältnisse schwierig gewesen. Allein 80 Silozüge mit Zement-Kalk seien benötigt worden, um den Untergrund stabil zu bekommen. Insgesamt hat das Unternehmen 200.000 Tonnen Material bewegt. Restarbeiten werden in den nächsten Tagen noch ausgeführt.

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