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Unbekannte versuchen Stationsbild in Warburg zu stehlen

Frevel an Pfingsten

Warburg (WB/ski). Unbekannte haben am Pfingstwochenende versucht, ein Stationsbild aus der dritten Kreuzwegstation am Burgberg in Warburg zu stehlen.

Werner Reineke vom Kirchenvorstand und Ortsheimatpfleger Uli Nolte sind entsetzt über den Diebstahlsversuch. Foto: Schlottmann

Der Diebstahlsversuch misslang, weil sich die 80 mal 50 Zentimeter große Gipstafel verkantete und nicht mehr herausgenommen werden konnte. Der Tatzeitraum liegt nach Angaben der Polizei zwischen Samstag, 20 Uhr, und Sonntag, 8 Uhr.

Ein Anwohner hatte Werner Reineke vom Kirchenvorstand am Sonntagmorgen über die Beschädigung an der Kreuzwegstation informiert. Reineke war nach eigenen Angaben »schockiert« über diesen Frevel an den Pfingsttagen. Er informierte umgehend die Polizei.

Kirchenvorstand »schockiert«

Ärgerlich ist der Kirchenvorstand zudem darüber, dass die wertvollen, aus dem 19. Jahrhundert stammenden Stationsbilder in den Kreuzwegstationen zwei und drei ungesichert sind, nachdem Unbekannte dort im Januar vergangenen Jahres mit brachialer Gewalt die Gitter herausgebrochen hatten. »Über ein Jahr ist schon vergangen und die Stadt Warburg hat noch nicht für einen Ersatz der Gitter gesorgt«, moniert Reineke.

»Wir sind nicht untätig gewesen«, betont allerdings Bauamtsleiter Rainer Ehle. Derzeit liefen Abstimmungsgespräche mit dem Amt für Denkmalpflege in Münster. Außerdem sei eine Fachfirma damit beauftragt worden, die größten Schäden an den Kreuzwegstationen zu dokumentieren und ein Handlungskonzept zu erarbeiten. Das sei inzwischen geschehen. Er gehe davon aus, dass es möglich sein wird, die Schäden noch in diesem Jahr zu beseitigen, meint Ehle.

Nach dem Vorfall von Pfingsten müsse überlegt werden, ob die Stationsbilder zwei und drei aus Sicherheitsgründen entnommen werden, bis neue Gitter angebracht sind.

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