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Haushaltsberatungen in Warburg: CDU, SPD und Grüne bringen weitere Punkte in den Haushalt ein

Für die Kultur wird nachgebessert

Warburg

Der Warburger Haushalt 2021 hat gute Chancen, am Dienstag, 9. März, mit großer Mehrheit verabschiedet zu werden. Das ist in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses deutlich geworden. Hintergrund ist, dass weitere Wünsche der Parteien, die während der Haushaltsberatungen aufgekommen waren, noch in den Etat einarbeitet werden konnten.

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Mehrere Parteien machen sich für die Unterstützung der Kultur in Warburg stark. Die CDU will auch schon für 2022 Geld für ein Kulturfestival wie das „Bunte Warburg“ 2019 reservieren. Foto: Jürgen Vahle

Die CDU-Mehrheitsfraktion hatte ein Treffen aller Kulturschaffenden gefordert, um das kulturelle Leben in der Stadt auf stabilere Füße zu stellen und 2022 ein Kulturfestival zu organisieren, das sich an das Fest „Buntes Warburg“ im Jahr 2019 anlehnen könnte. Um das Fest zu finanzieren, soll bereits städtisches Geld für 2022 zugesagt werden.

Erfolgreich bei den Beratungen waren auch Bündnis 90/Die Grünen, die den ohnehin schon eingeplanten Corona-Kulturfonds gerne einmalig aufstocken wollten – von 10.000 auf 25.000 Euro. Zuvorderst sollten die Kulturschaffenden in der Stadt angesprochen werden. Ihnen soll mit dem Geld die Möglichkeit geboten werden, kleine, dezentrale Kulturangebote in der Kernstadt und den Ortschaften zu organisieren. Dabei sollten auch Caterer und Gastronomen aus dem Stadtgebiet eingebunden werden, um weitere Einnahmequellen zu ermöglichen, da die angekündigten staatlichen Corona-Hilfen bei den von der Krise Betroffenen bislang weitgehend nicht angekommen seien, begründet Bündnis 90/Die Grünen.

Die Grünen machen auch Einsparvorschläge. So soll Geld beim Umbau der Hausmeisterwohnung an der Dreifachturnhalle eingespart werden. Der Kostenansatz von 180.000 Euro sei doch sehr hoch. Die neuen Parkplätze am Kurpark in Germete mit 100.000 Euro sind den Grünen ebenfalls zu teuer. Dort sollte doch lieber geschottert als gepflastert werden. Mit diesem Vorschlag ist die Partei allerdings etwas zu spät dran. Die Pflastersteine sind schon geliefert worden.

Auch ein Wunsch der SPD hat Gehör gefunden. Und auch er zielt auf die Förderung der Kultur ab. Vom Haushaltsjahr 2022 an soll nun ein ständiger städtischer Kulturfonds eingerichtet werden, der auch in den Folgejahren 10.000 Euro enthalten soll. Kulturschaffende sollen leicht mit kurzen Anträgen Geld aus diesem Topf für Projekte bekommen können. Ist der Topf ausgeschöpft, soll der Rat über eine Aufstockung beraten.

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