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Landvolkshochschule Hardehausen feiert 4. Sommerfest mit mehr als 200 Gästen

Gäste besichtigen ehemaliges Kloster

Warburg (WB). »In Hardehausen ist nichts so beständig wie der Wandel« – Mit diesen Worten hat Monsignore Uwe Wischkony, Direktor der Landvolkshochschule Hardehausen, die Besucher vor der Kirchenführung begrüßt. Diese wurde im Rahmen des 4. Sommerfestes der Landvolkshochschule angeboten.

Bettina Peters

Monsignore Uwe Wischkony präsentiert den Besuchern des Somemrfestes den letzten Stein der ehemaligen Kirche.

Begeistert zeigte der Geistliche den interessierten Besuchern die Kirchenanlage im ehemaligen Kloster und erzählte von der langen Kirchengeschichte in Hardehausen. Von dem ursprünglichen Gotteshaus aus dem Jahr 1165, das mehr als 600 Jahre stand, ist nur noch ein Stein übrig geblieben. Der Rest wurde von der Bevölkerung für den Straßenausbau nach Kassel genutzt. 1965 wurde dann erneut eine Kirche errichtet. Heute können die Gäste eine helle und moderne Kirche bewundern, die erst 2015 fertiggestellt wurde. »Wir haben lange überlegt, wie wir eine Kirche für Jugendliche gestalten können und viele Ideen von Besuchern hier mit einbeziehen können«, so der Monsignore.

Jährlich mehr als 12.000 Gäste

Jährlich nehmen mehr als 12.000 Gäste an einem vielfältigen Angebot von Seminaren und Weiterbildungsmöglichkeiten der Landvolkshochschule teil. »Wir möchten hier Menschen unterstützen, die sich für das Leben auf dem Land einsetzen«, so Wischkony. »Durch das Sommerfest hoffen wir vor allem Bewohner aus den umliegenden Ortschaften auf unser breites Angebot aufmerksam zu machen. Doch auch ein Wiedersehen mit begeisterten ehemaligen Teilnehmern und Teilnehmerinnen freut uns sehr.«

Am Morgen hatte das Fest mit einem gemeinsamen Gottesdienst begonnen. Das Nachmittagsprogramm sah Schnupperkurse zu den Angeboten der Schule vor. In einer Dreiviertelstunde konnten die Gäste in verschiedenen Kursen wie »Jeder Jeck ist anders – Verhaltensmuster und den Nutzen von Unterschieden« oder »Raus aus dem Haus – Aktivitäten mit Kindern in der Natur gestalten« die Vielfalt der kommenden Seminare in Hardehausen erleben.

Schnupperkurse am Nachmittag

Verena Arendes berichtet: »In meinen Kursen über Heilkräuter ist es mir wichtig, dass ursprüngliche Wissen aus der Zeit von Hildegard von Bingen weiterzugeben. In Zeiten von Umweltkatas­trophen und Klimawandel müssen wir zurück zur Natur und die Geschenke der Pflanzen aus heimischen Wäldern wieder wertschätzen.« Die Kräuterpädagogin betreibt in Borgentreich einen Kräuterhofladen.

Mehr als 200 Besucher waren der Einladung zum Sommerfest gefolgt. So auch Maike und Carsten Herbold aus Rheda-Wiedenbrück. »Wir haben vor zehn Jahren hier geheiratet – noch in der alten Kirche«, erinnert sich Carsten Herbold. Maike Herbold lässt sich momentan in Hardehausen zur Fachkraft Naturpädagogik weiterbilden. Sohn Lasse (9) genoss währenddessen die Angebote im Bastelkeller.

Reichlich Aktionen für die Kleinen

Denn während die Erwachsen an den Workshops und Schnupperkursen teilnahmen, wurde vom Betreuerteam Hardehausen für reichlich Aktionen für die Kleinen gesorgt. Egal ob Heurutsche, Spielrunde oder Stockbrot. Da war für alle was dabei.

Teresa Wüstefeld (18) aus Paderborn engagiert sich bereits seit drei Jahren als Betreuerin in Hardehausen. »Früher habe ich immer an den Ferienprogrammen teilgenommen. Irgendwann bin ich dann zu alt gewesen, also habe ich die Seiten gewechselt. Besonders lustig ist es, dass meine ehemaligen Betreuer nun meine Kollegen sind.« Und obwohl die Gäste am Ende des Tages in alle Himmelsrichtungen aufbrachen, waren sich alle einig: »Nächstes Jahr kommen wir wieder.«

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