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Landessportbund zeichnet Seniorenzentrum und Tanzclub aus

Gütesiegel für Bewegungstraining

Warburg (WB). BAP im Seniorenzentrum St. Johannes! Zu Gast war allerdings nicht die legendäre Kölschrockband, sondern BAP steht für »Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste«. Weil die Warburger Einrichtung dieses Konzept in vorbildlicher Weise gemeinsam mit dem Tanzclub umsetzt, hat der Landessportbund den beiden Kooperationspartnern das BAP-Gütesiegel verliehen.

Ulrich Schlottmann

Verleihung des BAP-Gütesiegels an das Seniorenzentrum St. Johannes und den Tanzclub Warburg (von links): Beate Sievers (Leitung Sozialer Dienst im Seniorenzentrum), Bürgermeister Michael Stickeln, Kai Labinski vom Landessportbund, Seniorenzentrum-Geschäftsführer Thomas Berens, Übungsleiterin Elvira Mutz und Tanzclubvorsitzende Maria Lotze. Fotos: Ulrich Schlottmann Foto:

Einmal in der Woche kommt Elvira Mutz, Übungsleiterin beim Tanzclub Warburg, in das Seniorenzentrum, um gemeinsam mit Bewohnern, aber auch Gästen von außerhalb in lockerer Runde Bewegungsübungen zu absolvieren. »Bewegung zu Musik und Yoga im Alter« heißt das Angebot, das der Tanzclub in der Alteneinrichtung seit September vergangenen Jahres mit großem Erfolg anbietet. Umso größer war jetzt die Freude, als der Landessportbund (LSB) den beiden Kooperationspartnern das BAP-Zertifikat überreichte. »Erst zum zweiten Mal überhaupt ist diese Auszeichnung in Nordrhein-Westfalen verliehen worden«, wie Kai Labinski vom LSB gestern bei der Übergabe mitteilte.

Senioren haben Freude am gemeinsamen Tun

»Unser offenes Kurskonzept bringt die Teilnehmer nicht nur ganzheitlich in Bewegung, sondern verbindet auch verschiedene Lebenswelten miteinander, weil Bewohner und Gäste von außerhalb gleichermaßen zum Mitmachen eingeladen sind«, betonte Elvira Mutz.

Ausgesuchte Übungen aus der Funktionsgymnastik, kommunikative Spielformen und ein Koordinierungstraining sowie Yoga- und Entspannungsübungen sorgten bei den Senioren für Freude am eigenen Tun. »Gezielte Wahrnehmungsübungen tragen zudem dazu bei, dass die Teilnehmer ihre persönlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten erkennen und stärken«, erläuterte Elvira Mutz. Die Teilnehmer seien so motiviert, dass einige schon den dritten Kursus in Folge absolvierten. Diese positiven Erfahrungen hätten zu dem Entschluss geführt, ab September dieses Jahres ein weiteres Angebot im Seniorenzentrum zu unterbreiten: Tanzen im Sitzen.

Es ist wichtig, die Mobilität im Alter zu erhalten

Die Wichtigkeit, die Mobilität im Alter zu erhalten, betonte der Geschäftsführer des Seniorenzen­trums, Thomas Berens: »Mobilität ist in fast allen Lebensbereichen eine grundlegende Voraussetzung für Selbstständigkeit und autonome Lebensführung, für soziale Teilhabe, Lebensqualität und persönliches Wohlbefinden.« Bewegungsmangel und Mobilitätseinbußen gehörten zu den zentralen Risikofaktoren für schwerwiegende Gesundheitsprobleme und seien zusammen mit kognitiven Beeinträchtigungen die wichtigsten Ursachen für einen Hilfebedarf, sagte Berens

Nach den Worten von Kai Labinski fördert der Landessportbund inzwischen 100 Bewegungsangebote in Senioreneinrichtungen. Das unterstreiche nicht nur die Notwendigkeit, sondern zeige auch, dass die Angebote an der Basis angenommen und mit Leben erfüllt werden. Die Kooperation zwischen dem Seniorenzen­trum St. Johannes und dem Tanzclub sei vorbildlich. »Sie können sehr stolz auf diese Auszeichnung sein«, sagte Labinski.

Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeister Michael Stickeln. Das mit dem Gütesiegel ausgezeichnete Bewegungsangebot sein einmal mehr ein Beweis für die hervorragende Arbeit, die im Seniorenzentrum geleistet werde. »Wir können sehr froh sein, eine solche Einrichtung in unserer Stadt zu haben«, sagte MichaelStickeln.

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