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Werben an den Hauptstraßen – Schwerpunkt Paderborner Tor

Hanse stellt neue Schilder auf

Warburg (WB). Die Werbegemeinschaft Warburg ist während der Jahreshauptversammlung 2019 in Warburger Hanse umbenannt worden. Kurz darauf wurde auch das neue Logo vorgestellt. Jetzt wird diese Umwidmung auch allen Besuchern der Stadt an prominenten Stellen verdeutlicht.

Neue „Willkommens-Schilder” mit dem Logo der Hanse sind an Warburger Haupteinfahrtsstraßen aufgestellt worden. Zu finden sind sie natürlich auch am Paderborner Tor, das von jeher von besonderer Bedeutung für Warburg ist. Foto: Jürgen Vahle

Neue „Willkommens-Schilder” mit dem Logo der Hanse sind an Warburger Haupteinfahrtsstraßen aufgestellt worden. Zu finden sind sie an der Desenbergstraße, der Kasseler Straße, Papenheimer Straße und natürlich am Paderborner Tor, das von jeher von besonderer Bedeutung für Warburg ist.

Bezeichnung „Paderborner Tor“ relativ neu

Die heutige Bezeichnung „Paderborner Tor“ ist angesichts der langen Geschichte der Straße relativ neu: Sie entstand erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis dahin hieß diese Straße wie auch die heutige Hauptstraße Lange Straße. Die alten Hausnummern wurden bei der Umbenennung in Paderborner Tor übernommen.

Der aktuelle Straßenname ist wiederum abgeleitet von dem mittelalterlichen Stadttor, das den Zugang nach Westen über diese so wichtige Fernhandelsstraße Paderborn-Kassel sicherte. Es wurde über Jahrhunderte in Anlehnung an die untergegangene Siedlung Richtung Menne als Papenheimer Tor, dann als Paderborner Tor bezeichnet.

Das Tor war spätestens zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgebrochen worden. Einst erstreckte es sich mit mindestens zwei Torkammern wohl von den heutigen Häusern 92 bis zum Haus Nr. 98 und dürfte fast 50 Meter lang gewesen sein. Entstanden war es in mehreren Bauphasen ab 1260. In Höhe von Haus Nr. 92 erinnern eine Informationstafel und Metallschwellen im Laufband an dieses Stück Warburger Befestigungsgeschichte.

Kreistierarzt Göring ließ eines der ersten Häuser errichten

Der heutige weitgehend gerade Straßenverlauf ist in der ersten Phase der preußischen Herrschaft so festgelegt worden, vorher verlief sie etwas weiter südlich Richtung Hüffert. Rechts und links der Straße erstreckten sich außerhalb der Mauern kleine Gärten.

Gebaut wurde an dieser Straße erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Kreistierarzt Göring ließ eines der ersten Häuser außerhalb der Mauern errichten, daher die Bezeichnung Göringsgraben. Mehrere Bauernhöfe, heute verschwunden, wurden aus der Stadt an die Straße verlegt: Heidenreich (Nr. 122), Fischer (Nr. 123) und Faupel (Nr. 129). Die Teutonenburg (Nr. 108) entstand 1882, weitere Häuser folgten.

Umgestaltung zur heutigen Geschäftsstraße

1909 reichte die Bebauung nur bis zum Haus Nr. 134. Unter der Hausnummer 104 stand viele Jahre der Bürgerverein, eine der traditionellen Gaststätten. Er musste einem Geschäftshaus weichen, das wiederum durch die aktuelle Bebauung ersetzt wurde.

In den vergangenen Jahrzehnten erfolgte dann die Umgestaltung des Paderborner Tors zur heutigen Geschäftsstraße und die Ausweitung nach Westen. Dies ist Fluch und Segen zugleich: Die Straße zieht seither viele Einzelhändler und andere Geschäfte an, immer wieder gibt es in Warburg aber auch die Sorge, dass das „starke“ Paderborner Tor Kunden aus der Innenstadt lockt.

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