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Pastor Andreas Wilke weiht Palmsonntagssträuße

Hasengruppe tanzt für die Senioren

Scherfede

Anlässlich des Palmsonntags hat die Hasengruppe der Kindertagesstätte St. Vincentius den Bewohnern des gleichnamigen Altenheims selbstgebundene und geweihte Palmsonntagssträuße überreicht.

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Die Kinder der Kindertagesstätte St. Vincentius können die Bewohnern des gleichnamigen Altenheims zurzeit nicht besuchen. Daher tanzten die Jüngsten vor Ort für die Senioren. Foto: Verena Schäfers-Michels

Nicht nur der Name St. Vincentius verbindet Kindertagesstätte und Altenheim, sondern auch ein reger Austausch beider Häuser untereinander. Zumindest war das bis vor einem Jahr so. „Einmal im Monat kamen die Senioren mit dem Bulli zur Kita in den Singkreis“, erinnert sich Erzieherin Karin Götte. „Und zu besonderen Anlässen besuchten die Kinder das Altenheim.“

Feste Termine waren stets St. Martin, die Adventszeit – und die Woche vor Ostern. Dann wurden Märchen erzählt und je nach Jahreszeit Laternen gebastelt, Plätzchen verziert oder Eier bemalt. Im Kindergarten werden die Mädchen und Jungen liebevoll auf die Begegnung vorbereitet. „Für die Kleinen ist es manchmal befremdlich, wenn ältere Leute Fragen mehrfach wiederholen oder sie nicht mehr laufen können. Das erklären wir ihnen vorher“, berichtet die Erzieherin. „Die Treffen finden die Leute bei uns im Heim immer schön“, weiß Betreuungsassistentin Martina Nitzbon.

Pflanzen aus den Gärten mitgebracht

Doch seit einem Jahr ist der direkte Kontakt nicht mehr möglich. Trotzdem versuchen Kita und Altenheim, die Verbindung zu pflegen. So wanderten nun zwölf Kinder aus der Hasengruppe am Freitag zur Pfarrkirche St. Vincentius. Jedes trug einen Palmstrauß aus Buchsbaum, und die sie begleitenden Erzieherinnen hatten kleinere Sträußchen in Körben dabei. Die Pflanzen haben die Kinder aus den heimischen Gärten mitgebracht.

„Und warum keine Palmen?“, fragte Erzieherin Karin Götte, worauf Helene sofort zu antworten wusste: „Weil wir keine Palmen hatten.“ Auf der anderen Seite der Kirchenmauer blickten ihnen durch die geöffneten Fenster die Damen und Herren aus dem St.-Vincentius-Altenheim entgegen und winkten.

Das Singen fehlt überall

Auch Pastor Andreas Wilke war gekommen, um die Sträuße zu segnen und sich den Tanz anzusehen, den die Kinder zu diesem Anlass einstudiert hatten. Zu „Immer wieder kommt ein neuer Frühling“ drehten sich die Jungen und Mädchen im Kreis. Normalerweise wird dazu nicht nur freudig gegrinst, sondern auch gesungen. Aber Singen darf momentan nur Rolf Zuckowski und das vom Band.

Das Singen fehlt überall. Kirche, Kindergarten und Seniorenheim sind Orte, an denen Gesang einfach dazugehört. Aber das wird hoffentlich bald wieder möglich sein – und auch so war eines klar, was Andreas Wilke den tanzenden Kindern versicherte: „Ihr macht vielen Menschen hier eine große Freude.“

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