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Denkmalschutz gibt grünes Licht für neuen Escape-Room in Warburg

Hexer aus dem Kerker holen

Warburg (WB). Die Stadt Warburg hat das nächste Projekt auf die Zielgerade gebracht, mit dem es die Denkmäler für Bürger und Besucher erlebbar machen will. Im Frühjahr 2021 soll im Keller des Historischen Rathauses Zwischen den Städten ein Escape-Room eingerichtet werden. Der Denkmalschutz hat nach Informationen von Warburgs Wirtschaftsförderer Sören Spönlein grünes Licht gegeben. Die Genehmigung ist da.

Jürgen Vahle

Bürgermeister Michael Stickeln und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein (von links) freuen sich, dass der Denkmalschutz grünes Licht für den Escape-Room gegeben hat. Foto: Hansestadt Warburg

Die Idee des Escape-Rooms war im November erstmals im Rat vorgestellt worden. Eigentlich sollte das Freizeiterlebnis schon in diesem Jahr an den Start gehen. Doch die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sich die Genehmigungsverfahren und die Absprachen mit dem Denkmalschutz deutlich verzögert haben, berichtet die Stadt in einer Pressemeldung.

Wahre Geschichte

Ein Escape-Room ist ein Rätselspiel für Jung und Alt. Eingeschlossen in die ehemals als Kerker genutzten Räumlichkeiten unter dem Rathaus Zwischen den Städten muss der Besucher innerhalb von 60 Minuten viele knifflige Rätsel lösen, um den Weg in die Freiheit zu finden.

Die Stadt Warburg arbeitet bei der Einrichtung des Raums unter dem Historischen Rathaus und der Entwicklung der Spielgeschichte mit der Dortmunder Agentur »Domlocked« zusammen. Die hat sich an die Arbeit gemacht und einen Kriminalfall aus der Warburger Stadtgeschichte zur Grundlage gemacht. Es geht um einen Prozess gegen einen vermeintlichen Hexer im Mittelalter. Der Mann wurde tatsächlich einst im Kerker unter dem Rathaus gefangen gehalten und später auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im Escape-Room ist es nun Aufgabe der Teams, genau das zu verhindern und den Unschuldigen zu befreien. So soll der Spieler gefühlt selbst Teil der authentischen Warburger Geschichte werden, berichtet Sören Spönlein.

Stadtführer mit dabei

Das neue Marketingformat richtet sich an eine breite Zielgruppe aus Touristen, Familien und Freundeskreise. Sie können dann im Frühjahr einen Termin buchen. Am Historischen Rathaus werden sie von einem der Stadtführer empfangen, der auch während der Zeit im Escape-Room bleibt und bei Bedarf wichtige Hinweise gibt. Der Spielort unter dem Rathaus, der derzeit als Rumpelkammer genutzt wird, muss nun noch zu einem Gefängnis mit Wärterzelle umgebaut und entsprechend dekoriert werden.

„Als Stadt haben wir das Ziel, unsere Geschichte erlebbar zu machen. Denkmäler wie die Holsterburg sind beeindruckende Beispiele unserer spannenden Stadtgeschichte. Durch innovative Möglichkeiten möchten wir diese auch der Öffentlichkeit näherbringen und daher neue Plattformen, wie jetzt den Escape-Room, schaffen“, wirbt Bürgermeister Michael Stickeln für das in Warburg völlig neue Projekt.

Pandemie stoppt Planung

Bereits in diesem Jahr sollte der neue Erlebnisraum eigentlich eröffnet werden, allerdings mussten die Planungen durch die Pandemie zwischenzeitlich ausgesetzt werden. „Eine Eröffnung in Zeiten von Corona wäre zuletzt auch nicht zielführend gewesen“, berichtet Sören Spönlein, der sich nun freut, dass es im Frühjahr endlich losgehen kann.

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