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Das WESTFALEN-BLATT öffnet Türen im Advent: Benteler Werk in Warburg hat die Nase immer im Wind

In Corona-Krise auf Stärken vertrauen

Warburg

Die Corona-Krise trifft die Automobilindustrie und ihre Zulieferer hart. Doch das Benteler Automotive Werk in Warburg vertraut auf seine Stärken: umfassende Erfahrung, herausragende Fertigungsqualität – und ein eigenes Innovationszentrum. Für den Adventskalender des WESTFALEN-BLATTES öffnet das Werk in Warburg heute seine Türen.

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„In der Automobilindus­trie herrschen immer starker Wettbewerb und hoher Innovationsdruck“, sagt Bernhard Hillekes, Werkleiter am Standort Warburg. „Die Corona-Krise wird weitere Veränderungen sicher beschleunigen. Darauf einzugehen, ist jedoch fester Teil unseres Alltags: Unsere Kunden sind weltweit aktive Automobilhersteller. Sie erwarten, dass wir ihre wechselnden Bedürfnisse verstehen, sie schnell und flexibel unterstützen.“

Das Werk in Warburg fertigt Abgas- und Fahrwerkskomponenten. Seit einigen Jahren konzentriert es sich dabei verstärkt auf Produkte, die Treibstoff sparen helfen und umweltschädliche Emissionen reduzieren.

Ein Beispiel sind die innovativen Kraftstoffverteilerleisten. „Unsere Verteilerleisten für Benziner sind nicht gelötet, wie es bis dahin üblich war, sondern aus einem Stück geschmiedet“, erklärt Hillekes. „So lässt sich der Treibstoff mit viel höherem Druck einspritzen und setzt beim Verbrennen deutlich weniger Schadstoffe frei.“ Das betrifft insbesondere die gesundheitskritischen Partikel im Feinstaubausstoß. Für die mechanische Bearbeitung der Kraftstoffverteilerleisten investierte Benteler in Warburg in neue Anlagen.

Für Bernhard Hillekes liegt die Stärke des Werks im Mix aus Erfahrung, Können, Flexibilität und Innovationsfreude. „Wir sind ausgewiesene Experten im Zerspanen, Schweißen und Umformen sowie bei der Beschichtung von Oberflächen“, sagt er. Hinzu kommen diverse Prüftechnologien am Standort.

Metall-Prozess-Spezialist

Dreh- und Angelpunkt ist dabei einerseits die große Erfahrung von Benteler als Metall-Prozess-Spezialist. Andererseits sind da die rund 590 Beschäftigten, auf deren Ausbildung das Werk großen Wert legt: Schon 1972, ein Jahr nach der Eröffnung, begann die Ausbildung des Nachwuchses. Seitdem bildet das Werk als Ausbildungsbetrieb der IHK Ostwestfalen erfolgreich aus und wurde mehrfach für seine gute Ausbildung ausgezeichnet.

Das hochmoderne Trainingszentrum von Benteler in Paderborn unterstützt bewusst auch die Fort- und Weiterbildung, wie Hillekes hervorhebt: „Unser Ziel ist es, unseren Kunden zuverlässig Top-Qualität und effiziente Abläufe zu bieten. Da die Automotive-Welt sehr dynamisch ist, müssen wir uns immer wieder auf Neues einstellen. Indem wir unsere Mitarbeiter laufend weiterbilden, stellen wir sicher, dass sie jederzeit entsprechend qualifiziert sind.“

Auch den Umweltschutz schreibt Benteler an den eigenen Standorten groß. Daher ging in Warburg 2020 eine neues Regenwasser-Versickerungsbecken in Betrieb. Es leitet 50 Prozent des Regenwassers auf dem Werksgelände ins Grundwasser zurück. „Eine umweltfreundliche Lösung auf dem neuesten Stand von Forschung und Technik“, freut sich der Werkleiter.

Innovationszentrum

Auflagen zum Klimaschutz lassen zudem die Anforderungen an Verbrenner-Motoren ständig steigen. Das Warburger Benteler Werk unterstützt seine Kunden daher verstärkt mit umweltfreundlichen, nachhaltigen Lösungen. In seinem Innovationszentrum arbeiten 21 Beschäftigte daran, Motor-Prototypen zu entwickeln, wobei der Fokus auf der Abgasreinigung liegt. Das Zentrum ist eine Außenstelle der zentralen Entwicklungsabteilung von Benteler Automotive in Paderborn. Gemeinsam haben beide alle großen Automobilhersteller im Blick.

Das Warburger Team achtet insbesondere auf Neuerungen, die sich für die eigene Serienfertigung eignen. „Praxisnähe ist für uns entscheidend“, sagt Hillekes. „Aber wir profitieren sehr von der Zuarbeit zur Prototypen-Entwicklung und der damit verbundenen internationalen Zusammenarbeit: So haben wir die Nase immer im Wind und sind ganz nah dran an den aktuellen Entwicklungen im Markt.“

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