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Ehemaliger Germeta-Chef feiert – Diamantene Hochzeit steht auch an

Karl-Heinz Stietz wird 80

Germete (WB/vah). Wenn Karl-Heinz Stietz an diesem Mittwoch, 19. August, 80 Jahre alt wird, dann kann er auf ein bewegtes und erfülltes Leben zurückblicken. 28 Jahre war der gelernte Braumeister und Manager Chef der Firma Heil- und Mineralquellen Germete – und entwickelte das Unternehmen durch gezielte Investitionen und stetige Modernisierungen zu einem der großen und anerkannten Heil- und Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland.

Karl-Heinz Stietz feiert an diesem Mittwoch seinen 80. Geburtstag. Außerdem ist der ehemalige Germeta-Chef am 27. August 60 Jahre mit seiner Frau Gisela verheiratet. Foto:

Als „Henner“ Stietz, wie er in seinem Heimatort Germete genannt wird, im Alter von 63 Jahren bei Germeta in den Ruhestand ging, da verpflichtete ihn der Betrieb noch zwei weitere Jahre als Berater, um nicht ad hoc auf seine Kenntnisse verzichten zu müssen. 95 Millionen Flaschen füllte das Unternehmen zu Spitzenzeiten unter seiner Führung pro Jahr. Als er den Betrieb 1975 übernahm, waren es nur 3,6 Millionen. Heute, bald 17 Jahre nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführer, sind es übrigens 230 Millionen Füllungen. Die Zeit bleibt eben nicht stehen und im Betrieb wird der Wachstumskurs stetig weiter verfolgt.

Zunächst Ausbildung als Brauer und Mälzer

Am 19. August 1940 wurde Karl-Heinz Stietz in Jestädt bei Eschwege geboren. Zunächst legte er eine Ausbildung als Brauer und Mälzer erfolgreich ab. Als Geselle arbeitete er dann in verschiedenen Brauereien in Peine, Düsseldorf und Göttingen, wobei er immer wieder auch zu seinem Ausbildungsbetrieb, der Erschweger Klosterbrauerei, zurückkehrte. 1963/1964 dann der nächste Karriereschritt. Karl-Heinz Stietz ging zum Studium nach Ulm und kehrte als Brauer- und Mälzermeister mit Führungsqualitäten zurück. Damals war er schon drei Jahre mit seiner Frau und Jugendliebe Gisela verheiratet.

Erste Kontakte nach Germete entstanden 1972. Immer wieder war er in der Folgezeit auch dort tätig. Schließlich wurde er 1975 von der Eschweger Brauerei, zu der Germeta damals gehörte, als Geschäftsführer des Brunnenbetriebs ins Warburger Land geschickt. Da war auch ein Umzug mit seiner Familie nach Germete notwendig – den Karl-Heinz Stietz aber nie bereut hat.

Titgenburger-Schild im Karneval erhalten

Schnell wurde er im Warburger Land als aufrichtiger Geschäftsmann mit Sinn für die Heimat und die Natur wahrgenommen. Im Kreise seiner Mitarbeiter galt er als Optimist und Realist zugleich, der auch bei privaten Problemen half und immer ein offenes Ohr für die Vereine hatte.

Wie schnell er für die Menschen der Region zu einem echten Warburger geworden war, zeigte sich übrigens 2001. Der Warburger Meister- und Gesellenverein verlieh ihm das Titgenburger-Schild im Karneval. Eine Ehre, auf die manch verdienter „echter“ Titgenbürger bis heute wartet. Doch die Begründung damals war stichhaltig: „Niemand, der mit so vielen Flaschen zu tun hat, ist so erfolgreich.“

Passionierter Jäger und Weltenbummler

Heute, 15 Jahre nach dem endgültigen Ausstieg aus dem Beruf, ist Karl-Heinz Stietz für seine Familie, seine beiden Kinder, vier Enkel und mittlerweile auch drei Urenkel da. Nach wie vor verreist der passionierte Jäger gerne, obwohl er schon unter anderem mit den Weltenbummlern der ETSG Germete auf allen Kontinenten der Welt gewesen ist.

Und so steht die nächste Reise auch schon an. Nach der Geburtstagsfeier zum 80. im Landgasthof Deele ist er zur Diamantenen Hochzeit am 27. August mit seiner Ehefrau Gisela wieder unterwegs – Ziel unbekannt. Und zwei große Feiern in einem Monat müssen im Alter von 80 Jahren schließlich auch im Hause Stietz nicht sein.

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