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Helios weitet Patientenversorgung wieder aus – 17 Corona-Patienten behandelt

Klinikbetrieb fährt vorsichtig hoch

Warburg (WB). Das Helios-Klinikum Warburg weitet die Patientenversorgung vorsichtig wieder aus. Nachdem im März die Durchführung verschiebbarer Eingriffe nahezu vollständig eingestellt wurde, wird nun der Klinikbetrieb langsam wieder hochgefahren.

Ralf Benner

Nachdem im März die Durchführung verschiebbarer Eingriffe nahezu vollständig eingestellt wurde, wird nun der Klinikbetrieb langsam wieder hochgefahren. Seit Ende März 2020 wurden in Warburg 17 Patienten mit Sars-CoV-2-Infektion behandelt. Foto: Ralf Benner

Insgesamt wurden in der Klinik seit Ende März 2020 17 Patienten mit einer Sars-CoV-2 Infektion behandelt. „Seit einiger Zeit beobachten wir einen Rückgang der Fallzahlen. Derzeit wird kein Patient mit Covid-19-Erkrankung versorgt“, sagt Klinikgeschäftsführer Tobias Hindermann.

Die Krankenhäuser können nun wieder planbare Operationen und ambulante Eingriffe vornehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie entsprechend der Vorgaben von Bund und Ländern zurückgestellt wurden. „Wir begrüßen diesen Entschluss: Der schrittweise Wiedereinstieg in die Regelversorgung ist wichtig für unsere Patienten“, erklärt Hindermann. „Oberste Priorität bei der Wiederaufnahme des Klinikbetriebes hat für uns dabei, die Sicherheit unserer Patienten jederzeit zu gewährleisten“, versichert er. Basierend auf den Vorgaben von Bund und Ländern sei für das Helios-Klinikum deshalb ein Konzept für das schrittweise, sinnvolle und für Patienten sichere „Hochfahren“ des Klinikbetriebes entwickelt worden, so der Klinikgeschäftsführer.

Trennung der „Patientenströme“

Eine „Normalität“, wie das Klinikum sie vor Corona hatte, werde es dabei im Krankenhaus wie auch in anderen Bereichen des Lebens noch nicht geben. Die Klinik bleibe weiterhin in Bereiche für Covid-19-Patienten, Verdachtsfälle und Nicht-Covid-Fälle geteilt. Die Trennung der „Patientenströme“ beginne wie gehabt bereits in der Zentralen Notaufnahme. Bei jedem Patienten, ambulant oder stationär, werde ein Covid-19-spezifisches Screening und bei Verdacht eine Testung auf das Sars-CoV2-Virus durchgeführt. Die Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen entsprechen konsequent den Vorgaben und aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Maßgabe des Landes.

Bei einer möglichen Zweier-Belegung von Zimmern sei der Abstand des Bettes zum Mitpatienten so bemessen, dass ein „Kopf“-Abstand von zwei Metern eingehalten wird. „Entsprechend der Vorgaben des Landes halten wir dabei 25 Prozent unserer Intensivkapazitäten und 20 Prozent der Behandlungskapazität auf Normalstation für Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung frei“. führt Hindermann aus.

Keine Ansteckung von Patient zu Patient in der Klinik

Mit diesem Konzept werde „die bisher erfolgreiche Trennung und Isolierung von Patienten“ für eine größere Anzahl an Patienten möglich. „Bisher gab es keine Ansteckung von Patient zu Patient innerhalb der Klinik“, berichtet Hindermann. Zukünftig würden die Patientenzahlen dann schrittweise weiter erhöht.

Das Klinikum habe für die kommenden Wochen Patienten, deren Eingriffe durch die Corona-Situation zurückgestellt werden mussten, für OP-Termine einbestellt beziehungsweise mit den Patienten Termine für die nächsten Wochen vereinbart. Diese Patienten seien von den Klinik-Mitarbeitern informiert worden.

Grundsätzlich gelte, dass die Sprechstunden in den Fachbereichen der Klinik wieder aufgenommen würden, Termine können über die entsprechenden Sekretariate vereinbart werden. Für akute medizinische Notfälle sei die Notaufnahme rund um die Uhr besetzt. „In den vergangenen Wochen war ein Rückgang der Notfallpatienten zu beobachten. Bitte zögern Sie nicht, bei Unfällen und lebensbedrohlichen Erkrankungen unser Krankenhaus aufzusuchen“, appelliert Hindermann eindringlich.

Besuchseinschränkungen gelockert

Die Besuchseinschränkungen wurden etwas gelockert, ein Besucher pro Patient und Tag ist gestattet. Allerdings müssen auch Besucher einen Fragebogen ausfüllen und werden gegebenenfalls nicht ins Haus gelassen. In dringenden Fällen sind Besuche grundsätzlich möglich.

Die Arztpraxen und Geschäfte in der Klinik können unter Einhaltung der Hygieneregeln aufgesucht werden. Allerdings muss am Haupteingang geklingelt werden, um Einlass zu bekommen. Der Friseur Beine und das Geschäft der Firma Kind verfügen aber auch über einen Zugang von außen.

„Diese Schutzmaßnahmen sind wichtig für unsere Patienten und Mitarbeiter und dienen letztendlich uns allen. Jeder von uns möchte sich im Fall einer Erkrankung gut versorgt wissen, und gut versorgen, das können wir im Helios Klinikum“, sagt Hindermann.

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