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Warburger Krankenhaus betreut 20 Corona-Patienten – Geschäftsführer appelliert: Krankheiten behandeln lassen

Klinikum soll Impfstoff am Montag bekommen

Warburg

Das Helios-Klinikum in Warburg soll am Montag, 18. Januar, mit dem Corona-Impfstoff beliefert werden – „höchstwahrscheinlich“, ergänzt Klinikgeschäftsführer Tobias Hindermann.

Daniel Lüns

Das Helios-Klinikum in Warburg bereitet sich darauf vor, gegen Corona zu impfen. Foto: Jürgen Vahle

Ob alles klappt und das Vakzin wirklich kommt, das wird sich im Laufe des Montags abzeichnen. „Aber wir haben alles vorbereitet. Wenn wir den Impfstoff bekommen, können wir impfen“, sagt Hindermann. Geimpft werde dann streng nach der vorgegebenen Priorisierung.

Dazu zählten neben den Risiko-Patienten unter anderem auch das Personal von Notaufnahme-, Intensiv- und Corona-Station. Von den 280 Mitarbeitern des Hauses würden etwa 100 umgehend geimpft, sobald das Vakzin da sei.

Das Helios-Klinikum kümmert sich (Stand: Sonntag) auf der Normalstation um 55 Patienten, die kein Corona haben, und um 16, die an Corona erkrankt sind. Auf der IMC-Station (Intermediate Care: Patienten, die nicht im eigentlichen Sinne intensiv-, aber überwachungspflichtig sind) und der Intensivstation werden vier Menschen versorgt, die kein Corona haben, und vier Menschen, die an Corona erkrankt sind. Damit versorgen die Mitarbeiter des Hauses zurzeit insgesamt 20 Corona-Patienten.

Krankheiten werden verschleppt

Corona ist bekanntlich nicht die einzige Erkrankung, an der die Menschen im Warburger Land leiden und die dringend behandelt werden muss. Dennoch beobachtet der Klinikgeschäftsführer eine beunruhigende Entwicklung: „Manche Menschen verschleppen zurzeit eine schwere Erkrankung.“

Diese Menschen kämen manchmal erst viel zu spät ins Krankenhaus, um sich behandeln zu lassen. Warum das so ist und ob die Menschen aus Angst vor Corona fernbleiben, lässt sich wohl nur im Einzelfall klären. Hindermann appelliert an die Bewohner des Warburger Landes, auf sich zu achten und die regelmäßige Behandlung ihrer Krankheiten ernst zu nehmen.

Im Krankheitsfall sollten die Menschen weiterhin Kontakt zu ihrem Arzt, dem Krankenhaus oder der Notfalldienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung aufzunehmen. Wer sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation befindet, wählt sofort die Nummer der Rettungsleitstelle: 112.

3065 Erstimpfungen verabreicht

Im Kreis Höxter wurden bisher (Stand: Freitag) 3065 Erstimpfungen verabreicht. Das gibt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) bekannt . Die Daten werden werktäglich aktualisiert. 1412 und damit 46 Prozent der Impfungen entfielen auf Bewohner von Pflegeeinrichtungen. 1653 und damit 54 Prozent der Impfungen wurden aus beruflichen Gründen verabreicht.

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