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Arbeitsgruppe erarbeitet Pläne für das Germeter „Haus des Gastes“

Konzept soll im Mai vorliegen

Warburg (WB/vah). Eine achtköpfige Arbeitsgruppe soll bis Mitte Mai Vorschläge erarbeiten, wie die alte Germeter Dorfschule, das heutige „Haus des Gastes“, in Zukunft sinnvoll genutzt werden kann. Diese Planungen sowie eine mögliche Finanzierung werden in einer Bürgerversammlung im Ort vorgestellt.

Eine Arbeitsgruppe soll Pläne für die Sanierung des „Haus des Gastes“ in Germete erarbeiten. Foto: Jürgen Vahle

Wie mehrfach berichtet, steht das Gebäude mit zwei Voll- und einer Dachetage in weiten Teilen leer oder wird nur sehr wenig genutzt. Der Musikverein hat im Dachgeschoss seine Proberäume. Die Turnhalle im Erdgeschoss wird gelegentlich von Kindergruppen und vom Sportverein genutzt. Die zweite Etage steht bis auf einen kleinen Archivraum, der derzeit eingerichtet wird, fast durchgehend leer.

Das Haus des Gastes war 1959 als Volksschule eröffnet worden und diente später als Grund- und Hauptschule des Ortes. Nachdem 1980 die letzten Klassen geschlossen worden waren, wurde es umgebaut und sollte für den Fremdenverkehr genutzt werden. Diese Funktion hat es mittlerweile auch nicht mehr.

Die Stadt Warburg als Eigentümer hat in den vergangenen Jahren immer wieder Geld investiert, um Schäden am Gebäude zu beseitigen und es im Rahmen der Möglichkeiten zu modernisieren. Damit das Haus aber im Ort eine bessere Nutzung erfährt, sind Ideen, eine Sanierung und wohl auch viel Geld notwendig, wurde am Mittwoch im Bezirksausschuss des Luftkurortes deutlich.

Bernhard Eder kümmert sich um Finanzierung

Die Ideen soll zunächst die neue Arbeitsgruppe formulieren, die am 19. Februar erstmals zusammenkommt. Ihr gehören erfahrene Handwerker aus dem Ort, aber auch Vertreter der Vereine an. Um die Finanzierung kümmert sich dann Bernhard Eder von der Landvolkshochschule Hardehausen, der die Ideen in ein förderfähiges Konzept gießen will.

Bei vergleichbaren Projekten habe es zuletzt einen Zuschuss von 65 Prozent aus Dorferneuerungsmitteln des Landes NRW gegeben, berichtete er am Mittwoch im Bezirksausschuss. 35 Prozent der Kosten müssten aber wohl aus dem Stadtetat gedeckt werden, machte er deutlich.

Im Germeter Bezirksausschuss gab es am Mittwochabend schon erste Ideen, beispielsweise den Versammlungsraum im ersten Geschoss in einen Multifunktionsraum umzuwandeln, in dem die ETSG Germete weitere Sportangebote machen könnte. Auch Dorfkino-Veranstaltungen, Treffen der Gruppe „Hand in Hand“, Dorfversammlungen, Spielenachmittage oder auch private Geburtstagsfeiern wie in der Vergangenheit seien dann dort in Zukunft denkbar.

Arbeiten beginnen frühestens 2021

Der Fahrplan sieht so aus, dass die Arbeitsgruppe in mehreren Treffen realistische Vorschläge erarbeitet, die in einem Konzept und einer Kostenkalkulation zusammengefasst werden. Dieses Konzept wird dann am 18. Mai allen Germetern um 19 Uhr im Haus des Gastes vorgestellt, bevor das Projekt dann noch vor der Sommerpause entscheidungsreif im Warburger Rat präsentiert wird. Der Förderantrag beim Land für den 65-prozentigen Zuschuss muss bis 30. September gestellt sein. Beginnen werden die Sanierungsarbeiten daher wohl frühestens 2021.

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