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Hauptausschuss schafft erste planerische Voraussetzungen für den Bau eine Kombibades auf dem Geländes des Warburger Waldbades

Lärmschutz soll gelockert werden

Warburg

Der Warburger Hauptausschuss hat am Dienstag einstimmig den ersten Verfahrensschritt eingeleitet, um den Bebauungsplan „Hüffert Süd“ zu ändern. Die Ratsvertreter wollen damit, wie am Samstag berichtet, die planerischen Voraussetzungen für den Bau eines Kombibades auf dem Gelände des Waldbades schaffen.

Jürgen Vahle

Der Bau eines Kombibades auf dem Gelände des Waldbades wäre derzeit aus Lärmschutzgründen wohl nicht ohne weiteres möglich. Selbst beim aktuellen Betrieb des Waldbades könnte es Schwierigkeiten geben, denn zwei angrenzende Häuser auf dem ehemaligen Freibadgelände liegen recht nah an der Freizeiteinrichtung. Foto: Ralf Benner

Der Bau eines solchen Bades wäre derzeit aus Lärmschutzgründen wohl nicht ohne weiteres möglich. Selbst beim aktuellen Betrieb des Waldbades könnte es Schwierigkeiten geben, denn zwei angrenzende Häuser auf dem ehemaligen Freibadgelände liegen recht nah an der Freizeiteinrichtung, genießen aber als reines Wohngebiet einen sehr hohen Lärmschutz. Daher soll dieser Bereich nun in ein allgemeines Wohngebiet umgewandelt werden, in dem es etwas lauter zugehen darf.

Kurz vor der Sitzung hatte es eine Eingabe einer Anwohnerin des Eichenweges gegeben, die von neun Anliegern mit unterzeichnet wurde. Darin nehmen die Bürger kritisch Stellung zu den Plänen und pochen darauf, dass für ihren Wohnbereich in Zukunft die Vorgaben des reinen Wohngebietes gelten müssten, denn sie und viele Nachbarn hätten sich vor Jahrzehnten ja bewusst für den Standort ihrer Neubauten entschieden, weil die Parzellen rund um das Freibad eine besonders ruhiges Wohnen versprochen hätten. Eine gewisse Lärmbelästigung nur in der Freibadsaison werde in Kauf genommen.

Der Ausschuss nahm die Bedenken zur Kenntnis. CDU-Fraktionschef Hubertus Kuhaupt machte aber deutlich, dass sich die Planänderung nur auf die Parzellen beziehe, die auf der ehemaligen Liegewiese entstanden seien. Für den westlichen Bereich, zu dem auch der Eichenweg gehört, sei weiter der Status „reines Wohngebiet“ vorgesehen. Hubertus Kuhaupt ist auch sicher, dass im Verfahren rund um den Bau eines Kombibades die Bedenken der Nachbarn ausgeräumt werden könnten.

Und auch Warburgs Bürgermeister Tobias Scherf machte deutlich, dass er den Standort eines möglichen Kombibades auf dem Gelände des Waldbades für eine „vernünftige Lösung“ halte und die Planungen ja auch gerade erst begonnen hätten.

Hilla Zavelberg-Simon, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, beschrieb, dass natürlich durch ein solches Kombibad mit mehr Lärm und mehr Verkehr zu rechnen sei. „Bei der Auswahl des Standortes gibt es noch viele Fragen“, machte sie im Hauptausschuss deutlich.

Die Grünen appellierten, die Warburger nicht länger im Unklaren zu lassen und alle Fragen und Planungen rund um das Kombibad transparenter zu machen. „Das wird städtebaulich ein großer Eingriff. Wir müssen die Menschen mit dazu holen. Das ist der Schlüssel“, sagte sie.

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