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Unterstraße: Bezirksausschuss Warburg befürwortet einstimmig Ausbauplanung

Laufband soll nicht verlegt werden

Warburg (WB). Der barrierefreie Ausbau der Warburger Unterstraße soll auf Basis der vom Büro Lohaus und Carl vorgestellten Planung in den Jahren 2018 und 2019 erfolgen.

Ralf Benner

Die Mitglieder des Warburger Bezirksausschusses haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, die vom Büro Lohaus und Carl vorgestellte Ausbauplanug für die Unterstraße mit einigen kleineren Abänderungen umzusetzen. Das Laufband soll entgegen der Wünsche von Anwohnern nicht verlegt werden und in Fahrtrichtung Westen, hier im Bild, auf der linken Straßenseite verlaufen. Foto: Ralf Benner

Einen entsprechenden Beschlussvorschlag für den Stadtrat haben die Mitglieder des Bezirksausschusses Warburg am Abend bei einer Enthaltung von Christian Holtgreve (Bündnis 90/Die Grünen) einstimmig gefasst.

Den von Anwohnern der Unterstraße in zwei Bürgerversammlungen geäußerten Wunsch, das geplante Laufband von der in westlicher Fahrtrichtung linken Seite auf die rechte zu verlegen, wollten die Ausschussmitglieder nicht erfüllen. Sie empfahlen aber zwei weitere Anliegen der Anwohner: die Umsetzung eines Baumes auf der rechten Straßenseite und den Verzicht auf zwei geplante Parkplätze im östlichen Bereich, wo Engpässe befürchtet wurden.

Entwässerungsproblematik ist K.-o.-Kriterium

Ohne große Diskussionen war über diesen Tageordnungspunkt abgestimmt worden – die Argumente seien ja bereits in den Bürgerversammlungen relativ umfassend ausgetauscht worden, wie es Ausschussvorsitzender Frank Scheffler gleich zu Beginn der Sitzung formuliert hatte.

Die Entwässerungsproblematik, etwa im Bereich der Häuser Nummer 42 und 44, habe Bauleiter Anton Vollmer nicht nur in der jüngsten Bürgerversammlung ausführlich dargelegt, betonte Bürgermeister Michael Stickeln. »Das ist aus meiner Sicht das K.-o.-Kriterium gegen eine Verlegung des Laufbandes«, sagte Stickeln, der allerdings auch Verständnis für das Anliegen der Anwohner zeigte. »Übergeordnete Interessen wie der Schutz des Eigentums, etwa vor Wasserschäden, müssen aber Vorrang haben vor individuellen Wünschen Einzelner«, betonte das Stadtoberhaupt.

Einrichtung von Tempo-20- oder Tempo-30-Zonen soll geprüft werden

Diese Sichtweise des Bürgermeisters teilten die Ausschussmitglieder, nur Christian Holtgreve von den Grünen enthielt sich bei der Abstimmung seiner Stimme. Er regte an, auf das Laufband in Gänze zu verzichten, »weil es in der Unterstraße keinen Durchgangslaufverkehr gibt«. Diesem Vorschlag erteilte der Bürgermeister eine Absage. Das Laufband müsse zwingend realisiert werden, weil es eine unverzichtbare Voraussetzung für die finanzielle Förderung des barrierefreien Ausbaus in der Innenstadt durch die Bezirksregierung Detmold sei, erläuterte er den Anwesenden.

Auf Antrag des Ausschussvorsitzenden Frank Scheffler empfahl der Ausschuss dem Rat noch, die Verwaltung damit zu beauftragen, die Einrichtung von Tempo-20- oder Tempo-30-Zonen im verkehrsberuhigten Bereich des barrierefreien Ausbaus in der Innenstadt zu prüfen, nicht nur in der Unterstraße.

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