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Drei Hilfsorganisationen üben gemeinsam auf und am Diemelsee

Lebensretter im Einsatz

Warburg/Diemelsee (WB). Die Freiwillige Feuerwehr Diemelsee, die DLRG-Ortsgruppe Marsberg mit ihren befreundeten Ortsgruppen aus dem Bezirk Hochstift-Paderborn und die Johanniter-Unfall-Hilfe kooperieren: In diesem Sommer versehen die drei Organisationen ehrenamtlich Wachdienst am Diemelsee.

DLRG, Freiwillige Feuerwehr und Johanniter-Unfall-Hilfe haben gemeinsam am und auf dem bei Badegästen beliebten Diemelsee den Ernstfall geprobt. In diesem Sommer kooperieren alle drei Hilfsorganisationen. Sie versehen zusammen den Wachdienst am See. Foto:

Gemeinsamer Übungsabend

Während die Feuerwehr werktags zu Einsätzen an den Diemelsee alarmiert wird, besetzen die Lebensretter an den Wochenenden die DLRG-Station der Ortsgruppe Marsberg und übernehmen die Einsätze auf dem Diemelsee. Die Motorradstaffel sowie ein Fahrzeug der Johanniter-Unfall-Hilfe mit Notfallausrüstung sind ebenfalls an den Wochenenden am See vertreten und übernehmen die Einsätzen um den See.

Nun stand bei allen drei ehrenamtlichen Hilfsorganisationen ein gemeinsamer Übungsabend am Diemelsee zum Thema Wasserrettung auf dem Programm. Im Fokus standen die gemeinsame Zusammenarbeit, der Austausch zwischen den Hilfsorganisationen, die Vertiefung sowie die praktische Umsetzung von theoretischem Wissen und vor allem das Kennenlernen zwischen den ehrenamtlichen Kräften.

Boote sind im Einsatz

Für die verschiedenen Übungsszenarien wurde das Boot »Fred« der Feuerwehr, das Schlauchboot der Johanniter sowie das Rettungsboot der DLRG genutzt.

Zunächst wurde der Einsatz von verschiedenen Hilfsmitteln, etwa dem Wurfsack und dem Wurfball geübt, welche Menschen in Not zugeworfen werden können. Die Rettungsgeräte kommen zum Einsatz, wenn sich Personen beispielsweise in einer Strömung direkt vor der Staumauer befinden und ein schwimmerischer Einsatz zu einer erheblichen Eigengefährdung des Retters führen würde.

Rettung eines Patienten

Des Weiteren wurde die Aufnahme eines Patienten aus dem Wasser mit allen Booten geübt. Für den Fall, dass der Einsatz mit dem Boot nicht möglich ist, zum Beispiel bei niedrigem Wasserstand oder dichtem Pflanzenbewuchs im Wasser, wurde auch der schwimmerische Einsatz im Wasser umgesetzt.

Zunächst wurde an Land das Transportieren eines erschöpften Schwimmers geübt, welcher bei Bewusstsein ist. Das Transportieren von ermüdeten Schwimmern mit den zwei Varianten Schieben oder Ziehen wurde im Wasser wiederholt. Im Anschluss wurde das Schleppen von bewusstlosen Personen oder Ertrinkenden mit Angst- und Panikattacken mit dem Achselschleppgriff und zum Abschluss mit dem Fesselschleppgriff im See geübt.

Motorausfall simuliert

Im Wasser stand auch der praktische Einsatz mit einem Gurtretter an, um den schwimmerischen Einsatz mittels Hilfsgerät zu unterstützen. Der Gurtretter ist ein flexibler Auftriebskörper, der vor der Brust eines Verunfallten im Wasser mittels Karabinerhaken arretiert werden kann und somit dessen Verbleib an der Wasseroberfläche sichert.

Im Falle eines Motorausfalls wurde auch das Abschleppen eines Bootes geübt. Dabei hat sich die Kooperation der drei Hilfsorganisationen bewährt. Denn alleine kann so eine Einsatzsituation nur selten geübt werden, weil jede Organisation nur über ein eigenes Boot verfügt und das Abschleppen eines anderen Bootes daher nicht zu den täglichen Übungen gehört.

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