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Dorfkarneval in Germete: Erfinder des neuen Ortswappens ausgezeichnet

Leitauer-Orden geht an Stefan Waldeier

Warburg-Germete (WB). Stefan Waldeier (51) ist der sechste Träger des Germeter Leitauer-Ordens. Die närrische Auszeichnung wurde ihm am Samstag in der Schützenhalle von Sitzungspräsident Jürgen Vahle und Laudator Marc Engemann verliehen. Mit dem Leitauer wird im Karneval des Luftkurortes das Schlitzohr des Jahres ausgezeichnet.

Die »Wunderlämpchen« ließen die 1000-Jahr-Feier noch einmal tänzerisch Revue passieren. 60 Akteure standen am Samstag beim Germeter Karneval auf der Bühne. 250 Besucher kamen. Foto: Tobias Hoppe

Stefan Waldeier hatte im Jubiläumsjahr 2018 das neue Ortswappen entworfen. Nach Meinung der Karnevalisten sind die drei Kugeln auf dem Werk aber keineswegs ein Symbol für den Nikolaus, wie von Stefan Waldeier behauptet. Sie symbolisierten eher die »Sommerfeld’sche Dreifaltigkeit im Schützenverein«. Die Brüder Thomas, Benno und Carsten Sommerfeld sind dort zusammen im Vorstand tätig. Dass der Hobby-Künstler diese Tatsache so geschickt im Wappen verpackt habe, sei durchaus preiswürdig, witzelten der Präsident und der Laudator um die Wette.

Die Preisverleihung war nur ein Höhepunkt der gut dreistündigen Abendveranstaltung. Sie war ge­spickt mit Tänzen, Büttenreden, Sketchen und Revue-Auftritten. 60 Hobby-Akteure machten mit und begeisterten 250 Zuschauer.

Das abgelaufenen Jubiläum »1000 Jahre Germete« wurde am Abend noch einmal kräftig aufgearbeitet. Als Dank für den Nacht­wachen-Einsatz beim Dorffest waren Mitglieder der Dorfjugend in den Elferrat berufen worden – allesamt unter 25 Jahre. Auf die Jugend setzte die Dorfgemeinschaft auch im ersten Teil des Programms: Die Funkenmariechen und die Tanzgruppe Fuego, beide trainiert von Sabrina Vonde und Kristin Beiboks, ernteten Jubelstürme.

Monika Nolte, in Germete gern gesehener Gast aus Steinheim, wusste erneut in der Bütt zu überzeugen. Neueste, aber nicht ganz ernst gemeinte Nachrichten präsentierten Claus Gause und Gundula Kleber (Christian und Simone Meinschien).

Bevor sie den Leitauer-Orden vergaben, nahmen Jürgen Vahle und Marc Engemann die Dorfprominenz und viele Begebenheiten des Jubeljahres aufs Korn: Verletzte Spieler beim Traditionsfußballspiel gegen Wormeln waren ebenso Thema wie die kostspielige Umgestaltung des Kurparks und der Fahnen-Fotowettbewerb . Ausgerechnet Schützen-Chef Thomas Sommerfeld hatte bei einer Angelreise nach Norwegen statt der Germeter die Rimbecker Schützenfahne eingepackt. Ein gefundenes Fressen für die Büttenredner.

Schlag auf Schlag ging es nach der Pause weiter: Die »M & Ms« (Simone und Christian Meinschien sowie Michaela und Alexander Müller) begeisterten mit Schatten-Spielen. Leicht frivol ging es auf Schloss Bums zu – eine Revue mit viel Tanz und Slapstick. Die Tanzgruppe Marhavilla hatte sich dafür Unterstützung von vier jungen Herren gesucht. Kathrin Eikenberg und Christin Schäfers bereitete die Gruppe vor.

Mit einem tänzerischen Rückblick auf das Dorfjubiläum schlossen die »Wunderlämpchen« den Abend – und bekamen viel Applaus. Am Ende sangen dann alle mit ihnen ein Lied, das auch das Motto des Abends hätte sein können: »Ich bin ein Dorfkind, darauf bin ich stolz, denn wir Dorfkinder sind aus gutem Holz.«

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