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Krippenausstellung am Familienzentrum St. Vincentius Scherfede kann gefahrlos besucht werden

Maria Thonemann öffnet ihre Schatzkiste

Warburg

Die Kindertagesstätte St. Vincentius in Scherfede bietet eine besondere Ausstellung: 51 Weihnachtskrippen sind in den Fenstern im Eingangsbereich der Einrichtung zu sehen.

Verena Schäfers-Michels

Erzieherin Maria Thonemann (links) sammelt Krippen aus aller Welt. Kita-Leiterin Birgit Henze freut sich darüber, einige der Exponate zeigen zu können. Foto: Verena Schäfers-Michels

Manche sind nur so groß wie ein Daumennagel, während die größten Figuren eine Höhe von rund einem Meter haben.

Seit einigen Tagen sind die Objekte aus der Sammlung von Maria Thonemann zu sehen. Seit 20 Jahren sammelt sie Krippen und hat inzwischen etwa 80 Stück, die sie von Reisen mitgebracht, auf Flohmärkten gefunden oder auf Weihnachtsmärkten gekauft hat.

Die Maisstroh-Krippe aus der Slowakei ist für die Erzieherin besonders erwähnenswert. „Die Hirten bringen ihre Frauen mit. Und warum auch nicht, sie hatten mit Sicherheit Frauen, die sie manchmal auf die Felder begleitet haben“, berichtet Maria Thonemann.

Glas, Metall, Filz und Ton. Es gibt unzählige Materialien, die für die Herstellung benutzt wurden, doch gemeinsam ist der Kern der Darstellung: Mutter, Vater und Kind. Traditionell in einem offenen Stall, eingerahmt von Ochs und Esel oder auch in einer Schneekugel oder eingefasst in einem Medaillon oder in einem Ohrring.

Winzige Figuren in einer rosenförmigen Schatulle finden sich in der Darstellung der Geburt zu Bethlehem, die aus Assisi stammt. Der Schwerpunkt wird hier auf die heilige Familie und die sie umgebenden Tiere gelegt.

Diese Assisi-Krippe befindet sich in einer Rosenschatulle. Foto: Verena-Schäfers-Michels

„Franz von Assisi gilt als Erfinder der Krippe, was aber nicht stimmt“, erklärt Maria Thonemann. „Aber er war es, der darauf hinwies, das Jesus in Armut geboren wurde, dass man in der Einfachheit glücklich leben kann, ohne Prunk.“

Die Sehnsucht danach, Liebe und Geborgenheit in der Familie zu finden, spiegelt sich ihrer Ansicht nach auch in allen Darstellungen der Weihnachtsgeschichte wider.

Das Kind ist der Mittelpunkt und es wird von seiner Familie willkommen geheißen, beschützt und behütet. „Aufgaben, die auch wir als Erzieherinnen haben“, weiß Thonemann. Und Kita-Leiterin Birgit Henze bestätigt: „Wir sind ein Familienpastoraler Ort. Als christlicher Kindergarten identifizieren wir uns mit unserem Glauben.“

Insgesamt besuchen 81 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Einschulungsalter die Kindertagesstätte, aufgeteilt in vier Gruppen. In jeder wird eine eigene Weihnachtskrippe mit den Erzieherin aufgebaut.

Täglich bis 21 Uhr werden bis zum 3. Januar die Fenster beleuchtet sein. Besuchern empfiehlt Birgit Henze, eine Taschenlampe mitzubringen, um alle Schätze in den Fenstern finden zu können. Vor den Fenstern stehen kleine Holzbänke bereit, auf die die Kleinsten klettern können. An Heiligabend wartet auch eine kleine Überraschung auf die Mädchen und Jungen.

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