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ARTDDriburg pflanzt Esskastanien am Waldinformationszentrum – Erinnerung an Erd-Charta-Ausstellungen

Maronen für den Hammerhof

Warburg

Einen halbschattigen Ort zum Wachsen und Gedeihen haben die drei Esskastanienbäume, die der Kulturverein ARTDDriburg gespendet hat, nun in unmittelbarer Nähe des Waldinformationszentrums Hammerhof gefunden.

Verena Schäfers-Michels

Künstler Heiner Stiene (ARTDDriburg) und Förster Rainer Glunz (rechts) pflanzen eine von drei Esskastanien am Waldinformationszentrum Hammerhof. Foto: Verena Schäfers-Michels

Die Mitglieder hoffen, dass in einigen Jahren die Bäume reiche Früchte tragen werden, die von Besuchern genossen werden können.

Symbolträchtig wurden drei Bäume ausgewählt. „Jeder Baum steht für eine Erd-Charta-Ausstellung, die wir am Hammerhof gemacht haben beziehungsweise geplant haben“, berichtet der Warburger Künstler Heiner Stiene.

Geplant, weil die dritte Kunstausstellung „Klimawandel – Biodiversität“ aufgrund der Corona-Pandemie im vergangenen März abgesagt werden musste – und der Ausweichtermin zur Eröffnung der Schau am 1. Mai dieses Jahres wegen Corona vermutlich auch nicht stattfinden kann.

Trotzdem wollten die Mitglieder des Kulturvereins ARTDDriburg zumindest schon gemeinsam mit Förster Rainer Glunz und der Bundesfreiwilligendienstleistenden Dorothee Maier die Bäume pflanzen.

„Wir wollen einen Beitrag zur Verbesserung des Klimas und gegen das Waldsterben leisten“, sagt Cornelia Appel, Vorsitzende des Kulturvereins. Die Idee zu dieser Aktion war nach ihrem Bekunden auf Initiative von Heiner Stiene und vom Leiter des Scherfeder Waldinformationszentrums, Jan Preller, entstanden.

Dorothee Maier

Die Esskastanie war der Baum des Jahres 2018. „Er ist sehr widerstandsfähig und nachhaltig“, weiß Dorothee Maier. Und Förster Rainer Glunz ergänzt: „Esskastanien wachsen eigentlich etwas südlicher, sind aber auch für unsere Region geeignet.“ Zudem habe der Baum neben seiner leckeren Frucht, der Marone, die sich in einer äußerst stacheligen Hülle verbirgt, in seiner Blüte auch optische Reize zu bieten, so die beiden.

Die Baumpflanzung fällt auch in das zehnjährige Ausstellungsjubiläum des Kulturvereins. 2011 fand die erste Erd-Charta-Präsentation in Warburg unter dem Titel „Bildnerische Transformation“ statt. Damals ging es um die Verantwortung, die der Mensch für seinen Planeten trägt. Die Werke wurden zu einer Wanderausstellung, die auch in Höxter und Paderborn zu sehen war.

„Diese Ausstellung hat Wirkung gezeigt. Unser Gedanke ist so in die Öffentlichkeit vorgedrungen“, sagt Heiner Stiene stolz. „Warburg ist nach München und Heidelberg die dritte Erd-Charta-Stadt geworden.“

Damals hatte ARTDDriburg erst elf Mitglieder, mittlerweile sind es 125. Die Künstler stellten im Jahr 2013 auf dem Hammerhof die Ausstellung „Ideen wachsen lassen“ auf die Beine, 2016 folgte „Schrei der Erde“, die sich künstlerisch eindrucksvoll mit der Flüchtlingskrise auseinandersetzte.

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