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Stadt- und Jugendorchester Warburg spielt vor ausverkauftem Haus

Melodien aus verschiedenen Welten

Warburg (vsm). Über eine ausverkaufte Stadthalle zum Frühlingskonzert konnte sich das Warburger Stadt- und Jugendorchester freuen. Zu diesem Anlass hatten die Orchester und Bands ein abwechslungsreiches Programm eingeübt, das die Gäste in verschiedene Welten, von den Alpen bis in die Unterwelt, entführte. Zudem wurden langjährige aktive Mitglieder und Absolventen der Leistungsabzeichen geehrt.

Das Stadtorchester beeindruckte unter anderem mit der Ouvertüre zur Operette »Orpheus in der Unterwelt« von Jacques Offenbach Foto: Schäfers-Michels

»Trotz des herrlichen Wetters ist die Halle brechend voll. Wir mussten noch einige Stühle nachstellen«, freute sich der Vorsitzende Wolf-Rüdiger Mutter in seiner Begrüßung. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen legten die Musiker nach ihrem Einstieg »Alpenwelt« ihre Jacketts ab, und auch die Nachwuchskünstler verzichteten auf ihre grünen Westen, um entspannter spielen zu können.

Katharina Moors gab Informationen rund um die Stücke

Durch das Programm führte Katharina Moors, die das Publikum mit Informationen rund um die Stücke versorgte. Die Originalkomposition »Flashing Winds« von Jan Van der Roost probt das Stadtorchester mit seinem Dirigenten Olaf Krane beispielsweise für das Bundeswertungsspiel in Osnabrück 2019 ein und begeisterte jetzt schon damit.

Beeindruckend war die Interpretation der Ouvertüre zur Operette »Orpheus in der Unterwelt« von Jacques Offenbach, in dem Tanja Viereck an der Klarinette, Ognen Pflücker an der Oboe, Sophie Barkey an der Querflöte und Kerstin Schäfers am Euphonium ihre Soli gaben.

»Aus der Popmusik nicht mehr wegzudenken ist Phil Collins«, sagte Katharina Moors. Mit »Groovy kind of love«, »Easy Lover« und »Take me home« erwiesen die Musiker dem Briten ihre Referenz. Am Saxophon brillierte Dieter Schreyer und an der Trompete Kai Assauer.

Zuhörer schnupperten im Schlussteil »Berliner Luft«

Episoden aus dem erfolgreichsten Musical der Welt, »Grease«, hatte das Jugendorchester unter der Leitung von Johanna Grewe in sein Repertoire aufgenommen. In ihrem zweiten Stück, »Spy Chase«, gingen die jungen Musiker auf Agentenjagd.

Zwei beliebte Stücke aus der Disneywelt präsentierten die jüngsten Instrumentalisten der Junior-Band. Während sie für »Circle of life« schon viel Applaus ernteten, brachen die Zuhörer bei »Beauty and the beast« in Begeisterungsstürme aus und forderten erfolgreich eine Zugabe.

Interessante Arrangements wählte wieder einmal die Drum-Band mit »Czardas« aus »Die Fledermaus« von Johann Strauss und »Toccata in d-moll« von Bach.

»Berliner Luft« ließen das Stadt- und Jugendorchester seine Gäste im gemeinsamen Schlusspart schnuppern, der den berühmten Marsch ebenso beinhaltete wie Tango, bekannte Evergreens aus der »Golden swing time« und die »80er KULT(tour)« in einem Arrangement von Thimeo Kraas.

Ehrungen

Das Warburger Stadtorchester kann sich über eine große Schar aktiver Musiker freuen. Manche von ihnen spielen schon Jahrzehnte in ihren Reihen und diese wurden nun vom Volksmusikerbund ausgezeichnet.

Die Bronzene Nadel für zehn Jahre erhielten: Anna Trilling (Saxophon), Maria Trilling (Horn), Nadine Meßler (Klarinette), Isabell Kausch (Klarinette), Maria Singer (Flöte), Sophie Barkey (Flöte) und Dr. Leonhard Kalhoff (Kontrabass).

Seit 20 Jahren dabei und dafür mit der Silbernen Nadel ausgezeichnet wurden Stefan Frese (Trompete), Patricia Hosse (Klarinette), Kathrin Klenke (Flöte) und Rebecca Lange (Klarinette).

Die Altsilberne Nadel für 25 Jahre erhielt Julia Schachten (Saxophon). Mit der Goldenen Nadel für 30 Jahre wurden der 2. Vorsitzende Marcus Klenke (Tuba) und Dirk Faupel (Trompete) geehrt.

»Was wären wir ohne unseren Nachwuchs?«, diese Frage stellte Katharina Moors in dem Wissen, in den Raum, das ohne junge Musiker keine Zukunft für die Vereine besteht. Doch in Warburg haben in diesem Jahr gleich ein ganzes Dutzend Musikeleven ihre Leistungsabzeichen erfolgreich bestanden. In Bronze sind dies: Wiebke Annen (Schlagzeug), Franziska Bohle (Alt- Saxophon), Valentin Kraut (Posaune) und Lara Marie Michels (Flöte). Eine Stufe weiter, Silber, sind bereits Franziska Hillebrand (Klarinette), Hanna Sievers (Trompete), Benedikt Sievers (Schlagzeug), Andre Kuhaupt (Schlagzeug), Carl Schafmeister (Schlagzeug) und Alexander Hillebrand (Schlagzeug).

Das Leistungsabzeichen in Gold absolvierten die Alt-Saxophonistinnen Pauline Frohss und Lea Hoppe.

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