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Anneliese Overbeck feiert ihren Geburtstag mit Familie und Freunden in Ossendorf

Mit 100 Jahren voller Lebensfreude

Warburg (WB). Mit einem strahlenden Lächeln nahm Anneliese Overbeck am Freitag die zahlreichen Glückwünsche zu ihrem 100. Geburtstag entgegen. Die Seniorin feierte in der Gaststätte »Zum Hainturm« in Warburg-Ossendorf ihr Geburtstagsfest.

Astrid E. Hoffmann

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Familie, Freunde und Bekannte reihten sich zum Sektempfang in die Warteschlange ein, um anschließend auf dem Stuhl neben der Jubilarin Platz zu nehmen, ein paar Worte zu wechseln und sich für das Familienalbum fotografieren zu lassen. Anneliese Overbeck freute sich über jeden einzelnen Besucher, genoss das Gespräch und die Feier, die bis in die späten Nachmittagsstunden ging.

»Als Anneliese Overbeck geboren wurde, war es leicht regnerisch, so wie an diesem 22. Juni«, meinte Bezirksausschussvorsitzender Walter Güntermann zu wissen. Als er seine Rede mit den besten Glückwünschen beendete, kam aber bereits die Sonne hinter den Wolken hervor. Stellvertretender Bürgermeister Heinz-Josef Bodemann brachte ebenfalls einen Blumenstrauß und Glückwünsche mit.

»Zuvorkommend, hilfsbereit und liebenswert«

»Meine Mutter ist zuvorkommend, hilfsbereit und liebenswert«, sagte Bernd Overbeck, der einzige Sohn von Anneliese Overbeck über seine Mutter. Die 100-Jährige wohnt im eigenen Haus, das sie mit ihrem bereits 1989 verstorbenen Ehemann Willi Overbeck in Ossendorf gebaut hatte. Mit im Haus lebt der Enkelsohn. »Zweimal pro Woche kommt der Pflegedienst, ansonsten kommt meine Mutter sehr gut zurecht«, berichtete Bernd Overbeck.

Als Anneliese Entner wurde das Geburtstagskind 1918 in Wuppertal geboren. Die Eltern hatten ein Lebensmittelgeschäft, in dem sie nach dem Besuch des Lyzeums mithalf. 1929 bekam sie ein Klavier geschenkt und widmete sich in der Freizeit der Musik. So war sie bis 1960 in Wuppertal-Elberfeld Mitglied im Kirchenchor.

1940 heiratete sie Willi Overbeck, der zu dem Zeitpunkt Soldat war. Die Bombennächte in Wuppertal überstand die junge Mutter unbeschadet, und der Ehemann kam heil aus dem Krieg zurück. Als Handelsvertreter für Futtermittel ergab sich für Willi Overbeck und seine Familie der Umzug nach Ossendorf. Dort fasste die junge Familie schnell Fuß, baute sich ein Haus und wurde heimisch.

»Meine Mutter interessiert sich sehr für das Weltgeschehen und ist da stets auf dem Laufenden«, weiß Sohn Bernd Overbeck. Auch wenn die Augen und die Beine nicht mehr so wollen, die 100-jährige Anneliese Overbeck sprüht vor Energie und war eine charmante Gastgeberin.

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