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„Weyhnacht zu Warburgum“ in Warburg feiert gelungene Premiere

Mittelalter geht immer

Warburg (WB). Die Premiere der „Weyhnacht zu Warburgum” kann mit Fug und Recht als großer Erfolg gewertet werden. Hunderte Besucher kamen am Samstag und Sonntag in die Warburger Innenstadt, um sich auf dem Markt mit 35 Ständen auf ganz besondere Art auf das Weihnachtswochenende einstimmen zu lassen.

Jürgen Vahle

Wenn der Dudelsack nicht anspringt, muss man mit einem Druck auf die Nase des Spielers nachhelfen. Mara (10) aus Schmillinghausen hat das mit Bravour gemeistert – und Ronnie Bromhead legte so los, wie man es von einem echten Schotten erwartet. Foto: Jürgen Vahle

Der Markt fußt auf einer Idee des Warburgers Jürgen Wiedemeier. Der Inhaber der „Likörmanufaktur“ hatte die Veranstaltung gemeinsam mit Simone Sander und Marktherold Jörg Breithaupt organisiert. Ob es funktionieren würde, blieb aber bis zuletzt fraglich. Und am Samstagvormittag lief der Markt auch eher gemächlich an. Aber dann...

Bereits am Samstagnachmittag waren die Stände teils dicht umlagert. Als am Abend die Feuershow von „Spiritus Sancti“ anstand, zogen die Künstler auf die Straße vor das Schreibwarengeschäft Drawe. Dort war einfach mehr Platz für die vielen Zuschauer.

Die wenigen, aber qualitativ hochwertigen Auftritte der Künstler waren gut aufeinander abgestimmt und sorgten für beste Unterhaltung. Dass auch die Musiker, Gaukler, Hexen, Händler und Geschichtenerzähler ihren Spaß hatten, war kaum zu übersehen.

„Das ist ein sehr gut organisierte Markt mit exklusiven und ausgesuchten Ständen“, lobte beispielsweise Gaukler Marbun. Der heißt eigentlich Hans-Jörn Wende, kommt aus der Nähe von Augsburg und weiß, wovon er spricht. Er bereist das ganze Jahr hindurch Mittelaltermärkte in ganz Deutschland.

Kersten Mehls schlägt die Trommel bei „Nae Borra“. Die Band war das erste mal in Warburg. „ Es gibt an diesem Wochenende wenig Konkurrenz, die Leute haben Zeit zum Bummeln und sind entspannt“, lobt der Musiker das Warburger Publikum. Das sparte auch nicht mit Applaus für die Klänge von „Nae Borra“ und von „Unvermeydbar“, die ebenfalls mehrfach auftraten.

Mitorganisator Jörg Breithaupt zog schon am Sonntagnachmittag ein durchweg positives Fazit des Marktes – und kündigte an: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit machen wir das im kommenden Jahr wieder!“

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