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„Tod eines Handlungsreisenden“ mit TV-Schauspieler Helmut Zierl in Warburg

Moderner Klassiker im PZ zu sehen

Warburg (WB). Das Euro-Studio Landgraf gastiert am Dienstag, 11. Februar, um 20 Uhr mit dem Drama „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller im Pädagogischen Zentrum. Die Hauptrolle übernimmt der bekannte Schauspieler der Helmut Zierl. Karten sind im Informations- und Servicepavillon der Stadt auf dem Neustädter Marktplatz erhältlich.

Der aus vielen Filmen bekannte Helmut Zierl (hier mit Stephanie Theiß) spielt die Hauptrolle im „Tod eines Handlungsreisenden“. Foto:

Der 65-jährige Zierl hat eine klassische Schauspielausbildung und war seit 1982 hauptsächlich in Filmproduktionen zu sehen. Er spielte Hauptrollen in über 70 Fernsehspielen, war Hauptdarsteller in zahlreichen Serien wie „Max Wolkenstein“, „Florida Lady“, „Ein Mann steht seine Frau“ und „Familie Sonnenfeld“. Hinzu kamen Hauptrollen in Serien und Reihen wie Tatort, Der Alte, Ein Fall für zwei, Das Traumschiff, und Medicopter 117.

Willy Loman sieht nur noch einen Ausweg

In Warburg spielt er den kleinen Vertreter Willy Loman wird nach Jahrzehnten zermürbenden Berufslebens von seiner Firma als nicht mehr verwendungsfähig entlassen. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet. Besonders seine beiden Söhne Happy und Biff, denen Loman das Streben nach materiellem Erfolg als einzigen Weg zum Glück eingeimpft hat, sind eine Enttäuschung, denn auch sie haben es – wie ihr Vater – zu nichts gebracht. Dabei standen dem früheren Sport-Ass Biff in der Highschool noch alle Wege zum amerikanischen Traum offen. Als Biff nun gegen die Lebenslügen seines Vaters revoltiert, spitzt sich der Familienkonflikt immer weiter zu, bis Loman schließlich nur noch einen Ausweg sieht.

Miller-Stück wurde mit Preisen überhäuft

Arthur Millers mit Preisen überschüttetes Stück ist eine auch aus heutiger Sicht noch beklemmende Charakterstudie eines Menschen, der in einer rein profitorientierten Gesellschaft zum Verlierer werden muss. In Zeiten von Hartz IV und weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrisen ist es aktueller denn je. „Helmut Zierl ist es gelungen, einen Willy Loman auf der Bühne zu präsentieren, der spürbar erschöpft, verzweifelt und aufgerieben ist – unglaublich authentisch“, schreiben Kritiker über die Aufführung.

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