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Begegnungsort und Infozentrum für den Schmetterlingssteig in Warburg-Dalheim

Neue Idee für alte Schule

Warburg (WB/vah). Der im Juli in Warburg-Dalheim neu gegründete Verein „Gemeinsam Da(l)heim“ aus dem kleinsten der Warburger Ortschaften hat eine Idee entwickelt, wie die alte, aber Ortsbild prägende Schule in Zukunft wieder genutzt werden könnte. Diese Planungen werden am Dienstag, 21. Januar, erstmals in einer sehr frühen Projektphase öffentlich im Warburger Rat vorgestelllt.

Der Warburger Rat berät am Dienstag erstmals öffentlich über Pläne aus Dalheim, die alte Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus mit angrenzendem Infozentrum für den Diemelradweg und den Schmetterlingssteig umzubauen. Foto: Jürgen Vahle

Im Rahmen der Zukunftswerkstätten, die in vielen Orten des Warburger Landes derzeit laufen, hatte es auch in Dalheim eine Einwohnerbefragung gegeben. Darin hatte sich eine deutliche Mehrheit der befragten Bürger dafür ausgesprochen, einen zentralen Treffpunkt zu schaffen. Das Backsteingebäude im Ortsmittelpunkt sei ein idealer Ort, einen solchen Treffpunkt zu errichten, wurde in den weiteren Diskussionen deutlich.

Umbau in ein Multifunktionshaus

Aber die Dalheimer haben sich noch weitere Gedanken gemacht, wie das Gebäude genutzt werden könnte. Es kam die Idee auf, es nicht nur als Treffpunkt, sondern als ein Multifunktionshaus umzubauen. Der aus Hohenwepel stammende Architekt Mark Laszkiewicz (52) hat nun eine erste Planung vorgelegt, die auch im Rat vorgestellt werden soll.

Verschiedene Funktionen könnte das Gebäude demnach in Zukunft erfüllen. Der ehemalige Klassenraum im Untergeschoss könnte nach der Sanierung als modern ausgestatteter Multifunktionsraum mit Teeküche und barrierefrei erreichbaren Toiletten genutzt werden.

In die ehemalige Lehrerwohnung im Obergeschoss könnte den Planungen zufolge ein Tagungs- und Versammlungsraum mit angrenzender Büro- und Sanitärfläche entstehen. Vereinstreffen in privaten Räumen, wie derzeit in Dalheim die Regel, wären dann nicht mehr notwendig.

Interaktive Ausstellung zum Thema Diemel und Diemeltal

Das Dachgeschoss wäre nach diesen ersten Plänen dafür geeignet, das Archiv zu beherbergen und Lagerkapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Daten und Fakten

Die Dalheimer Schule ist 1890 errichtet und in Betrieb genommen worden. Bis Mitte der 1960er Jahre wurden dort Kinder unterrichtet. Als die Schule schließlich aufgegeben wurde, konnte lediglich die Lehrerwohnung im Obergeschoss privat vermietet werden. Für das Untergeschoss und die Klassenräume hat die Stadt Warburg als Eigentümer keine dauerhafte Lösung gefunden. Seit 2015 stand das Haus komplett leer, wurde allerdings zeitweise als Notunterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose genutzt. Seit 2017 gibt es gar keine Nutzung mehr – auch, weil das Gebäude stark sanierungsbedürftig ist.

Spannend sind auch die Planungen für die angrenzende Scheune. Dort könnten nach Vorstellung des Vereins „Gemeinsam Da(l)heim“ um Ortsvorsteher André Flore und des Architekten eine interaktive Ausstellung zum Thema Diemel und Diemeltal entstehen. An dieser Stelle sei ein Informationszentrum auch gut platziert, denn Dalheim habe aufgrund seiner Lage einige Vorteile. Der zukünftige Wanderweg Schmetterlingssteig und der Diemelradweg führen an der Ortschaft vorbei. Zudem grenzen hochwertige Kalkmagerrasenflächen und die Diemel-Flusslandschaft an den Ort an.

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