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Wilhelm Bornemann geht nach 53 Jahren in den Ruhestand

Neue Wildschadenschätzer in Diemelstadt

Diemelstadt

Wildtiere richten Schäden auf Mais- und Getreidefeldern an. Für den Ausgleich zwischen den Jagdpächtern und den Mitgliedern der Jagdgenossenschaften werden von der Stadt Diemelstadt ehrenamtliche Wildschadenschätzer bestellt.  53 Jahre lang hatte Wilhelm Bornemann diese Aufgabe inne. In diesen Tagen  wurde er von Bürgermeister Elmar Schröder in den wohlverdienten Ruhestadt verabschiedet. Nun übernehmen Jürgen Hage und Niklas Krantz.

Foto zeigt (von links): Jürgen Hage, Gretel Bornemann, Carsten Gutschank, Wilhelm Bornemann, Niklas Krantz und Bürgermeister Elmar Schröder. Foto: Stadt Diemelstadt

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, bei der viele Erlebnisse aus der Zeit erzählt und weitergegeben wurden, ist Wildschadenschätzer Wilhelm Bornemann nun verabschiedet worden.  Als ehrenamtlicher Wetterbeobachter und phänologischer Sofortmelder hatte er sich als studierter Diplom-Landwirt bereits über viele Jahre für die entsprechenden Dienste eingesetzt, so dass er bereits vor zehn Jahren das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten hatte.

Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten

Er hat diese Aufgaben gemeinsam mit seiner Frau Gretel gerne wahrgenommen und wenn man beide erzählen hört, merkt man welch große Leidenschaft für die Natur vorliegt. „An Beispielen über Schwalben und Insekten stellt man als interessierter Zuhörer fest, wie wichtig aber auch gefährdet das Gleichgewicht in der Natur sich darstellt“, sagt Bürgermeister Elmar Schröder, der den zufriedenen und bescheidenen Ehrenamtler mit den besten Wünschen und großem Dank verabschiedete.

Jürgen Hage und Niklas Krantz vereidigt

Aber die Nachfolge ist bereits geregelt. Jürgen Hage geht schon in eine weitere Amtszeit, die bis zum 31. März 2025 läuft. Niklas Krantz wird die Position von Wilhelm Bornemann bis zum 30. Juni 2026 übernehmen. „Es ist gut, wenn die Aufgabe von mehreren fachkundigen Landwirten wahrgenommen wird, da es ja manchmal zwischen den Berufskollegen Befindlichkeiten gibt. So gibt es zwei verschiedene Schätzer, die aus Neudorf und Wethen doch die jeweilige Distanz zum eigenen Wirkungskreis haben“, erläutert Jürgen Hage. Beide Wildschadenschätzer wurden für die neue Amtszeit vereidigt und erhielten die offizielle Urkunde vom Bürgermeister.

Nach Beobachtung von Wilhelm Bornemann haben die Maisfelder ebenso zugenommen wie die Anzahl der Wildsauen, die Mais bevorzugt fressen. Aber auch Waschbären haben sich stark verbreitet und richten Schäden an, die nicht bezahlt werden, was umso ärgerlicher sei.

Schäden nehmen zu

Betroffene Landwirte müssen sich innerhalb von acht Tagen nach Auftreten des Schadens bei der Gemeinde melden, die dann einen Wildschadenschätzer mit der Prüfung beauftragt. Wilhelm Bornemann freut sich insbesondere, dass die meisten Schäden unbürokratisch zwischen den Beteiligten reguliert werden und eine Klageweg meist nicht beschritten werden muss, zumal es bei diesen Entscheidungen ein Urteil und keinen Vergleich geben darf.

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