1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Warburg
  6. >
  7. Neuer Radweg das größte Projekt

  8. >

Empfang in Scherfede: Nebenstellen-Leiterin verabschiedet

Neuer Radweg das größte Projekt

Warburg-Scherfede (WB). Beim Neujahrsempfang in Scherfede hat Michael Stickeln ein Resümee seiner im Herbst 16-jährigen Amtszeit gezogen. Wie berichtet, tritt er als Bürgermeister nicht mehr an und will für die CDU Landrat werden. In der Scherfede Verwaltungsnebenstelle hat er am Samstag detailliert aufgelistet, was in seiner Amtszeit im Ort getan worden ist.

Jürgen Vahle

Nicht lang, aber teuer: 140.000 Euro sind für den Bau eines 500 Meter langen Radwegs veranschlagt worden, der Scherfede mit Bonenburg verbindet. Ob das Geld reicht, ist unklar. Auch steht noch nicht fest, ob die Strecke asphaltiert werden soll. Foto: Jürgen Vahle

Viel Geld in Scherfede investiert

5,2 Millionen Euro seien seit 2004 im den nach der Kernstadt größten Ortsteil geflossen. Hinzu kommen mehr als eine Million Euro für die Feuerwehr, die ja mittlerweile gemeinsam mit Rimbeck den Löschzug West bildet. In der Scherfeder Gemarkung, immerhin 23,3 Prozent des gesamten Warburger Stadtgebiets, seien in den vergangenen Jahren etwa 58.000 Quadratmeter Straßenfläche saniert worden. Größter Einzelposten sei die Renovierung und der Anbau an der Grundschule gewesen (zwei Million Euro). „Diese Zahlen können sich sehenlassen“, ist Stickeln überzeugt.

Beim Neujahrsempfang in Scherfede hat Bürgermeister Michael Stickeln (links) ein Resümee seiner Amtszeit gezogen. Johannes Thonemann hat zudem die Leiterin der Verwaltungsnebenstelle Anette Hoffmann-Jackisch verabschiedet. Sie geht im März in den Ruhestand. Foto: Jürgen Vahle

Das Gefühl, es werde mehr Geld in der Kernstadt als in den Ortsteilen ausgegeben, stimme so nicht, sagte der Bürgermeister. „Die Orte werden nicht vernachlässigt.“ Im Rat stamme ja die Mehrheit der Mitglieder aus den Dörfern. „Die passte schon auf, dass das nicht passiert.“

Straßenbaubudget ausgegeben

CDU-Ratsmitglied und Scherfeder Bezirksverwaltungsstellenleiter Johannes Thonemann zog vor den versammelten Vorständen der Scherfeder Vereine und der Spitze der Warburger Verwaltung ebenfalls ein Resümee – allerdings nur des vergangenen Jahres und blickte noch einmal auf die Projekte, die 2020 umgesetzt werden sollen.

Das Straßenbaubudget für den Ort über 100.000 Euro sei 2019 komplett ausgegeben worden. Allein 69.000 Euro sei für die Sanierung von Feldwegen investiert und an der Werkstraße noch einmal 11.000 Euro ausgegeben worden.

Spielplätze umgestalten

Nach und nach sollen die Spielplätze des Ortes konzeptionell neu gestaltet werden, berichtete Thonemann weiter. Sie sollen so angelegt werden, dass Kinder dort mit Hilfe der Geräte „eine Geschichte spielen können“, erläuterte der CDU-Ratsherr. Los geht es 2020 mit dem Spielplatz in der Siedlung Schwemmberg, der „durchrenoviert und neu gestaltet werden soll“.

Nachdem die Brücke zum Korinthenteich in Hardehausen unlängst völlig neu gebaut worden ist, stünde nun auch die Sanierung anderer Überwege an. Instandgesetz werden müsse auch das denkmalgeschützte Grab des Wollfabrikanten Roskam. Das sei bei Holzrückearbeiten im Wald in der Nähe des Hammerhofes schwer beschädigt worden. Allerdings habe sich der Verursacher nicht gemeldet, die Stadt bleibe somit auf dem Schaden sitzen.

Wald in einem schlechten Zustand

Ein düsteres Bild zeichnete Johannes Thonemann über den Zustand des Scherfeder Waldes. Nach Stürmen, Trockenheit und dem Borkenkäferbefall seien zwar mittlerweile 60.000 Festmeter Nadelholz aufgearbeitet und verkauft worden. Allerdings gebe es noch 200.000 Festmeter Fichtenholz, mit dem noch nichts geschehen sei. „Das ist schon erschreckend. Den Wald, so wie wir ihn bislang kannten, wird es so nicht mehr geben.“ Die Experten seien sich bislang uneins, mit welchen Baumarten wieder aufgeforstet werden soll. Thonemann rechnet mit einem wirtschaftlichen Schaden im Wald von drei bis vier Millionen Euro.

„Glühvent“ soll es auch 2020 geben

Gut angelaufen sei die Zukunftswerkstatt in Scherfede. Unter der Führung von so genannten Kümmerern habe es schon einige gute Aktionen gegeben – so das „Glühvent“, ein am Ende sehr gut angenommener Weihnachtsmarkt, den es 2020 auch wieder geben soll.

Größter Einzelposten in Scherfede wird 2020 der Bau eines Radweges nach Bonenburg sein. 140.000 Euro sind für das 500 Meter lange Teilstück veranschlagt worden. Auch Mittel aus dem Bonenburger Ortsbudget fließen dort mit ein.

Anette Hoffmann-Jackisch verabschiedet

Abschied nehmen hieß es am Samstag nicht nur für Bürgermeister Michael Stickeln, sondern auch für die Leiterin der Bezirksverwaltungsnebenstelle Anette Hoffmann-Jackisch. Sie geht im März nach 24 Jahren in Scherfede und 43 Jahren bei der Stadt Warburg in den Ruhestand. Johannes Thonemann bedankte sich bei ihr mit einem Blumenstrauß dafür, dass sie stets ein offenes Ohr für die Belange der Scherfeder gehabt habe.

Startseite