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Zahl der Patienten ist stark zurückgegangen

Notfallpraxis in Brakel schließt

Brakel

Die Notfallpraxis im St.-Vincenz-Hospital wird nach fast zehn Jahren zum 31. Januar geschlossen.

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Die im St.-Vincenz-Hospital in Brakel untergebrachte Notfallpraxis wurde zuletzt von immer weniger Patienten genutzt. Sie schließt daher. Foto: Frank Spiegel

„Bislang konnten sich Patienten ohne Voranmeldung an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 17 Uhr in der Notfallpraxis im St.-Vinzenz-Krankenhaus behandeln lassen. Ein starkes Argument für den Standort Brakel war der geografische Mittelpunkt des Kreises“, erläutert Dr. med. Barbara Paßmann, Notfalldienstbeauftragte für Brakel.

Seit Beginn der Tätigkeiten sei das Patientenaufkommen in Brakel mit durchschnittlich 15 Patienten pro Tag im Vergleich zu anderen Notfallpraxen schon immer sehr gering gewesen. Die Notfalldienstbeauftragte: „Mit der Verlagerung der Chirurgie nach Brakel konnten die Zahlen geringfügig gesteigert werden, was mit der kürzlichen Rückverlagerung nach Höxter erneut zu einer geringen Auslastung der Praxis geführt hat.“ Mittlerweile beliefen sich die Kontakte auf nur fünf bis zehn Patienten pro Tag, sicherlich verstärkt durch die Zurückhaltung der Menschen in der Corona Krise.

„Trotz der guten Bedingungen im Krankenhaus und der guten Zusammenarbeit mit der Katholischen Hospitalvereinigung Weser Egge, für die sich die Kassenärztliche Vereinigung sehr bedankt, ist die Schließung unumgänglich. Aus Sicht der diensthabenden Kollegen ist die Situation mittlerweile so, dass diejenigen, die in der Brakeler Praxis Dienst haben, nicht nur nichts verdienen sondern aufgrund der monatlich pro Arzt zu zahlenden Einlagen noch zuzahlen müssen. Das ist keinem Kollegen zu vermitteln“, begründet Dr. med. Barbara Paßmann diese Entscheidung.

Des Weiteren würden die ärztlichen Ressourcen mit der Öffnung des Impfzentrums in Brakel dringend dort gebraucht. „Wir können es uns nicht mehr leisten, dass ein Kollege in einer leeren Notfallpraxis sitzt während im Impfzentrum oder in mobilen Impfteams dringend Ärzte gebraucht werden“, führt die Medizinerin aus, die zum Leitungsteam des Zentrums gehört.

Die Sicherstellung der Versorgung ist nach ihren Ausführungen weiterhin durch die Notfallpraxen in Warburg und Höxter gewährleistet, zumal dort die eventuell notwendige Weiterversorgung vor Ort ist.

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