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Corona-Krise: Warburger Wäscherei versorgt Rettungsdienste, Heimbewohner und Pfleger

Ohne Textilhygiene geht es nicht

Warburg (WB). Hygienisch saubere Berufskleidung und Wäsche sind gerade jetzt in der Corona-Krise extrem wichtig, damit sich Ärzte, Pfleger und andere Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen auf ihre Aufgabe konzentrieren können. „Wir sind froh, sie alle dabei durch die Aufrechthaltung unseres Services unterstützen zu können“, sagt Rainer Maischack, Leiter der CWS-Niederlassung in Warburg. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Mietberufskleidung und Wäsche für den Gesundheitsmarkt.

Ralf Benner

Sauberkeit und Hygiene sind das oberste Gebot bei CWS: In der ehemaligen Warburger Wäscherei Kamm waschen und reinigen die Beschäftigten täglich 11.500 Berufskleidungsteile, 22.000 Teile private Bewohnerwäsche aus Alten- und Pflegeheimen sowie 22 Tonnen Flachwäsche, also Bett- und Tischwäsche, die nach dem Waschen beziehungsweise Trocknen gemangelt oder gebügelt wird. Foto: CWS

5000 zusätzliche Schutzkittel

„Wir sind gut ausgelastet“, berichtet Maischack. Die Nachfrage nach zusätzlicher Berufskleidung für Rettungsdienste, Feuerwehren oder Senioreneinrichtungen sei durch das Coronavirus gestiegen. Standorte von Kunden würden jetzt auch häufiger als sonst angefahren, um sie mit frischer Wäsche zu versorgen. „Allein 5000 Schutzkittel zusätzlich werden von uns verliehen“, erklärt Maischack. Das Heim des HPZ St. Laurentius in Warburg habe als Vorsichtsmaßnahme auch welche bekommen. Rückläufig sei dagegen aufgrund des Corona-Lockdowns das Geschäft mit Kunden aus der Automobilbranche oder dem Hotel- und Gaststättengewerbe.

150 Alten- und Pflegeheime zählen zur Kundschaft

Vom Warburger Standort im Kuhlemühler Weg aus versorgt CWS (früher Wäscherei Kamm) regionale und überregionale Kunden wie etwa Feuerwehren, Rettungsdienste, Alten- und Pflegeheime sowie vereinzelt auch Krankenhäuser mit Berufskleidung sowie Glattwäsche und kümmert sich um die fachgerechte Pflege der privaten Bewohnerwäsche in Seniorenzentren. Von Warburg aus werden allein 150 Alten- und Pflegeheime angefahren, 13.000 Bewohner von Alteneinrichtungen mit Wäsche versorgt. „Täglich werden von uns 11.500 Teile Berufsbekleidung, 22.000 Stück privater Bewohnerwäsche und 20 Tonnen Bett- und Tischwäsche, sogenannte Flachwäsche, gewaschen und gereinigt“, berichtet Standortleiter Maischack.

Ohne Textilhygiene geht es nicht – die Warburger Wäscherei leistet einen systemrelevanten Dienst zur Grundversorgung. Die Bundesregierung hatte daher auch entschieden, dass Textilreinigungen ihren Betrieb während der Pandemie aufrecht erhalten dürfen. In Zeiten von Covid-19 hat CWS auch zusätzliche Maßnahmen bei der Textilpflege ergriffen. „Wir betreiben aktuell ein verstärktes Hygiene-Monitoring in unserer Wäscherei, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. Zudem wurden für unsere Servicefahrer, Wäschereimitarbeitende sowie für alle Kollegen im persönlichen Kundenkontakt zusätzliche Schutzmaßnahmen erlassen“, erläutert Rainer Maischack.

Die Wäschereimitarbeiter würden mit Mundschutz arbeiten. Wo es möglich sei, werde im Homeoffice gearbeitet. Die Frequenz in den Pausenräumen sei reduziert worden, jeder zweite Platz bleibe frei. Gearbeitet werde in zwei Schichten. „Wir tragen Sorge dafür, dass sich die Mitarbeiter der beiden Schichten bei Arbeitsende und -beginn nicht begegnen“, erläutert Maischack. Dafür sei ein zeitlicher Puffer von einer halben Stunde eingerichtet worden. Um diese Neuregelung zu ermöglichen und um die anfallende Mehrarbeit aufzufangen, beginne die erste Schicht bereits morgens um 5. 30 Uhr statt wie bisher um 6 Uhr. Das sei mit Nachbarn und Behörden abgesprochen worden.

Gewaschen und gereinigt wird nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts

Potenziell mit Viren belastete Wäsche werde von den Servicefahrern in gesonderten Plastiksäcken abgeholt. Die Textilien würden kontaktlos übergeben, natürlich unter Einhaltung des nötigen Sicherheitsabstandes. Eine Unterschrift des Kunden sei nicht mehr erforderlich. Zudem werde die Wäsche in speziellen Containern transportiert und das Fahrzeug nach dem Transport desinfiziert.

Die Wäscherei verfüge über ein zertifiziertes Hygiene- und Qualitätsmanagement nach RABC (Risikoanalyse- und Kontrollsystem Biokontamination). Dies beinhalte unter anderem den Nachweis der Wirkung des desinfizierenden Waschverfahrens, wodurch eine effektive Abtötung beziehungsweise Inaktivierung von potenziellen Krankheitserregern sichergestellt werde. „Wir richten uns dabei ganz nach den Grundlagen des Robert-Koch-Instituts“, erklärt Rainer Maischack ausdrücklich.

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