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Hüffertgymnasium: Schädlingsbekämpfer hat Gewehr – Lehrer sieht Bedrohung

Polizei umstellt Schulhof

Warburg (WB/dal). Ein von der Stadt beauftragter Schädlingsbekämpfer hat am Donnerstag gegen 12.40 Uhr laut der Polizei für einen Einsatz am Hüffertgymnasium in Warburg gesorgt. Der Mann war mit einem Gewehr, das in seinem Auto lag, vor Ort gesehen worden. Ein Lehrer fasste dies als bedrohliche Situation auf.

Mit mehreren Streifenwagen war die Polizei gestern am Hüffertgymnasium in Warburg im Einsatz. Auch die Sekundarschule wurde über den Einsatz informiert. Die Polizeibeamten konnten jedoch rasch Entwarnung geben. Foto: Daniel Lüns

Der Lehrer informierte die Polizei, die mit mehreren Streifenwagen anrückte. Der Schulhof wurde von Seiten der Schule vorsorglich geräumt. Die Beamten stellten fest, dass der Schädlingsbekämpfer eine gültige Genehmigung zum Abschuss von Schädlingen besitzt. Auch hielt sich der Mann berechtigt auf dem Gelände auf, gab die Kreispolizeibehörde Höxter bekannt.

»Wir nehmen solche Anrufe sehr ernst.«

Dem Vernehmen nach soll sich das Auto des Schädlingsbekämpfers im Bereich zwischen der ­Dreifachturnhalle und eines ­angrenzenden Parkplatzes befunden haben. Dort wurde das Fahrzeug vom Lehrer gesehen. »Wir nehmen solche Anrufe sehr ernst«, betonte Pressesprecher Andreas Hellwig auf Nachfrage. »Es war der richtige Weg, die Polizei zu informieren. Aber es bestand keine Gefahr.«

Susanne Krekeler, Leiterin des Hüffertgymnasiums, sprach auf Nachfrage von einem »ganz normalen Schulbetrieb«. Den Vorfall selbst erklärt sie als Fehlalarm, der sich während der fünften Unterrichtsstunde ereignet habe. Die Schüler hätten nichts davon mitbekommen.

Schule schickt Rundschreiben an die Eltern

Am frühen Nachmittag wandte sich die Schulleiterin per E-Mail an die Eltern der Schulkinder, die das Hüffertgymnasium besuchen. Dieses Rundschreiben liegt dem WESTFALEN-BLATT vor. Demnach ist gegen 12.40 Uhr aufgrund eines Fehlalarms »eine vorsorgliche stille, schulweite Alarmierung durchgeführt« worden. »Selbiges gilt auch für die Sekundarschule«, heißt es in dem Schreiben weiter.

Innerhalb kürzester Zeit habe man jedoch Entwarnung geben und den Unterricht geregelt beenden können. »Ihr Kind hat sich jederzeit in Sicherheit befunden«, heißt es abschließend. Details zu den Vorgängen in der Schule werden nicht genannt.

»Bei uns war ganz normaler Schulbetrieb.«

Vertreter der benachbarten Schulen hielten sich auf Nachfrage zu dem Vorfall ebenfalls bedeckt. »Wir waren nur am Rande beteiligt«, sagte Claudia Güthoff, Leiterin der Sekundarschule. Da die Sekundarschule, wie auch die Haupt- und die Realschule, in unmittelbarer Nähe lägen, sei das Schulzentrum über den Vorfall am Hüffertgymnasium informiert worden.

»Wir hatten gerade Mittagspause, bei der Hauptschule und der Realschule war normaler Unterricht«, sagte Claudia Güthoff. »Bei uns war ganz normaler Schulbetrieb. Aber die Unruhe bekommt man natürlich mit«, sagt die Schulleiterin.

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