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Stadtwerke wollen Lehrer bei zu hoher CO2-Konzentration in den Klassenräumen warnen

Raumluftsensoren werden installiert

Warburg/Borgentre...

In den Weihnachtsferien sollen in Warburger und Borgentreicher Schulen die ersten Messgeräte installiert werden, mit denen die CO2-Konzentration analysiert wird und die Alarm schlagen, wenn sie zu hoch ist. Das hat Bürgermeister Tobias Scherf im Rat der Stadt mitgeteilt.

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Die neuen Raumluftsensoren für die Schulen ähneln einem Rauchmelder. Foto: Jürgen Vahle

Wie bereits berichtet (zuletzt am 13. November), geht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Konzentration der Aerosole, mit denen die Corona-Viren verbreitet werden, und die CO2-Konzentration Hand in Hand. Wird regelmäßig und richtig gelüftet, verringert sich das Kohlenstoffdioxid in der Raumluft und damit auch die mögliche Zahl der Corona-Viren.

Um die Kinder in den Klassenräumen besser zu schützen, muss daher sichergestellt werden, dass regelmäßig und effektiv gelüftet wird. In der Praxis und besonders in der kalten Jahreszeit stellt sich die Frage, wie eine effektive Lüftung sichergestellt werden kann.

Die neuen Messgeräte sollen Lehrern und Schülern eine Hilfe sein. Die Raumsensoren messen laufend die CO2-Konzentration, die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen und schlagen Alarm, wenn zu viel Kohlenstoffdioxid in der Luft ist.

Messwerte werden auf Handy-App angezeigt

Die Werte der Sensoren werden per Funk in das LoRaWAN-System der Warburger Stadtwerke eingespeist. So können die Messwerte eines Klassenzimmers auf einer Webseite aufbereitet und benutzerfreundlich per App auf einem Handy visualisiert werden – und somit den Hinweis zum Lüften geben. Zur Sicherstellung, dass diese Information nicht im Schulbetrieb untergeht, kann zusätzlich eine akustische Warnmeldung bei Erreichung des kritischen CO2-Wertes erzeugt werden.

Perspektivisch ist geplant, dass die Sensoren nicht nur die CO2-Konzentration messen, sondern auch für das Gebäudemanagement genutzt werden, zum Beispiel zur Ergänzung von Alarmanlagen und insbesondere zur Energieeinsparung. Durch Messung der Temperatur, auch außerhalb der Unterrichtszeiten, kann die Heizungssteuerung optimiert, Kosten und Energie eingespart und zum Klimaschutz beigetragen werden.

Die Raumsensoren werden von den Stadtwerken gekauft, angeschlossen und betrieben. Die Städte Warburg und Borgentreich mieten sie dann. Pro Sensor und Jahr kostet das die Kommunen 200 Euro. In der Pilotphase sollen zunächst etwa 100 Geräte installiert und freigeschaltet werden.

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