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Warburger wegen Drogenhandels zu drei Jahren Haft verurteilt – Geständnis nach anfänglicher „Märchenstunde“

Runenschrift in der „Kundenliste“

Warburg/Paderborn

Um Kopf und Kragen reden, das ist eine gebräuchliche Redewendung, hinter der ein wahrer Kern steckt. Sie scheint aber dem 31-Jährigen eher unbekannt zu sein, der sich am Mittwoch wegen Drogenhandels vor dem Paderborner Landgericht verantworten musste: Der Warburger versuchte es erstmal mit einer Märchenstunde – und brauchte gleich ein paar deutliche Hinweise darauf, dass weder Richter noch Staatsanwälte jeden Stuss glauben.

Ulrich Pfaff

Symbolbild Foto: dpa

(WB). Mit Cannabis, Amphetamin und anderem berauschenden, illegalen Zeug sollte der Warburger kräftig gedealt haben: 24 Mal in einem Zeitraum von zwei Jahren zwischen 2014 und 2016, einmal zum Zeitpunkt einer Wohnungsdurchsuchung im Frühjahr 2018. Für den ersten Anklagepunkt stand ein Zeuge zur Verfügung, der den 31-Jährigen als seinen „Lieferanten“ belastete, für den zweiten hatten sich bei der Durchsuchung verschiedene Drogen und eine ganze Menge anderer Beweismittel finden lassen – dass dabei auch unter anderem eine Armbrust samt eingelegtem Bolzen sichergestellt worden war, brachte dem 31-Jährigen eine Anklage wegen bewaffneten Drogenhandels ein.

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